Freiwillige waren beim Pfarrstadl-Bau nicht zu bremsen. Beim Kirtag wurde das neue Gebäude für Dorfverein und Pfarre gesegnet.

Von Sandra Frank. Erstellt am 07. September 2019 (05:54)
Hans Gschwindl
Bürgermeister Roland Weber (l.) sowie Bettina Wieser (BH Hollabrunn), Ludwig Schleritzko und Maria Forstner (v.r.) bedankten sich bei Christa und Leopold Schmid, die federführend beim Neubau des Großnondorfer Pfarrstadls im Einsatz waren.

„Ich sage nicht: Gehet hin in Frieden. Ich sage: Bleibts noch recht lang da!“ Mit diesen Worten schloss Pater Ludwig Maria Gmoser die Segnung des Pfarrstadls am vergangenen Sonntag ab.

„Es ist ein tolles Ensemble geworden“, schwärmte Landesrat Ludwig Schleritzko beim Rundgang im Pfarrhof. „Ich habe in der NÖN gelesen, dass ich kommen darf, obwohl der Pfarrstadl das Land NÖ kein Geld gekostet hat. Solche Einladungen sind mir die liebsten“, griff der Landesrat einen Scherz von Bürgermeister Roland Weber während der Festrede auf.

„Gutes Beispiel dafür, dass aus nichts etwas entstehen kann“

Finanzielle Unterstützung für die Neuerrichtung des Stadls gab es natürlich, wie Weber klarstellte: „Wir haben ganz schön viel von der Dorf- und Stadterneuerung bekommen“, bedankte er sich bei Maria Forstner, Obfrau der NÖ Dorf- und Stadterneuerung, die das Projekt als Leuchtturm bezeichnete.

Beeindruckt ist Weber von seinen Bürgern: „Dass aus nichts etwas entstehen kann, dafür ist der Pfarrstadl ein gutes Beispiel.“ Hier haben alle mitangepackt und in Eigenregie einen Veranstaltungsort errichtet.

Insgesamt waren es 45 Freiwillige, die 1.300 Stunden in die Errichtung des Gebäudes steckten und noch einmal 350 weitere in die Platzgestaltung. Diese Zahlen präsentierte Christa Schmid, Obfrau des Dorferneuerungsvereins.

Im Juni 2018 wurde der alte Stadl abgerissen, im August wurde aufgemauert: „Auch die Hitze konnte unseren Eifer nicht bremsen“, erinnert sich Schmid. Bürgermeister Weber sorgte stets dafür, dass die Materialien bereitstanden. Aber: „Er hat nicht nur den finanziellen Weg geebnet, sondern oft mitgeholfen“, betont Schmid. Genau vor einem Jahr, pünktlich zum Kirtag, sei der Rohbau fertig gewesen. „Dass alle so anpacken, kann man sich für das ganze Land nur wünschen“, weiß Schleritzko, dass Projekte wie dieses keine Selbstverständlichkeit sind.

Die vielen helfenden Hände galt es ihrem Können entsprechend einzusetzen. Dafür war Leopold Schmid verantwortlich. „Er war unser Oberbaumeister und für alles zuständig“, bedankte sich Weber für die große Unterstützung mit einem Geschenkkorb.

„Ihr habt das nicht für den Bürgermeister gemacht. Sondern für euch und ein lebenswertes Dorf“, betonte Weber. Er ließ es sich nicht nehmen, alle, die stets wissen, wie es noch besser ginge, einzuladen, beim nächsten Projekt ebenfalls mitzuarbeiten. „Wir werden schon eines finden“, kündigte der Gemeindechef an.