Knoblauchernte bei Guntersdorfer Bürgermeister

Bürgermeister Roland Weber zeigt, was nach Ernte mit dem Knoblauch passiert, bis er im Regal ist.

Erstellt am 15. August 2021 | 04:20
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So sieht die Arbeit von Bürgermeister Roland Weber außerhalb des Guntersdorfer Gemeindeamts aus: Den Sommer verbringt er unter anderem damit, den Knoblauch für den Verkauf herzurichten. Auch wenn die ganze Familie zusammenhilft, das exakte Abwiegen ist Chefsache.
Foto: Sandra Frank

Wenn davon gesprochen wird, dass die Ernte eingefahren ist, dann denken die meisten Menschen im Sommer an die Getreideernte. Was sich bei einem Besuch bei Roland Weber, dem Bürgermeister von Guntersdorf und Landwirt, zeigt, ist, dass auch die Knoblauchernte bereits geschehen ist. Jetzt geht’s ans Verarbeiten – Weber gab der NÖN Einblicke, was das genau bedeutet.

„Wir haben Anfang Juli geerntet“, berichtet Weber, während er die Blätter von der Knolle abzwickt. Etwa 1.500 Kilo sind es, die während der Sommermonate im Hause Weber verarbeitet werden. Die Ernte ging heuer schneller über die Bühne als im Vorjahr. Mit ein Grund: „Die 1.500 Kilo sind ungefähr 20 Prozent weniger Ertrag als im vergangenen Jahr“, informiert Weber, dass der kalte Mai dem Knoblauch auf dem Feld offenbar nicht gutgetan hat.

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Vom Legen bis zum Verkauf ist alles Handarbeit, erzählt der Großnondorfer: Nach der Ernte in der Halle gelagert, und immer, wenn Zeit ist, wird er geputzt und zu 200-Gramm-Sträußchen für den Verkauf zusammengebunden. „Das ist unsere Arbeit im ganzen Sommer“, blickt Weber auf die noch zu verarbeitende Menge, und die ist groß. Aus den Zehen, die optisch nicht für den Verkauf geeignet sind, wird später Knoblauchpaste hergestellt, ebenfalls in mühevoller Handarbeit.

Seit etwa acht Jahren baut Roland Weber in seinem Betrieb Knoblauch an: „Die Bedingungen bei uns sind gut, früher hat es in den Weingärten immer den Weingarten-Knoblauch gegeben“, erinnert er sich. Darum entschied er, den Knoblauch großflächiger anzubauen.