Projekt des Dorfvereins: "Das hat Hand und Fuß“. Der Platz vor dem Pfarrhof wurde mit viel Liebe und Recherche neu gestaltet.

Von Sandra Frank. Erstellt am 16. April 2021 (05:39)
Aus Pressstein und Kanter entstand eine neue Sitzgruppe für den Platz vor dem Großnondorfer Pfarrzentrum und der Feuerwehr. Die Mitglieder des Dorferneuerungsvereins steckten viel Arbeit und Liebe in diesen neuen Treffpunkt.
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Am Platz vor der Kirche, dem Pfarrzentrum, dem Pfarrhofstadl und der Feuerwehr stand in Großnondorf einst ein Milchhaus, das mittlerweile weggerissen wurde. Im vergangenen Sommer hat der Großnondorfer Dorferneuerungsverein begonnen, den Platz vor dem Pfarrhofstadl zu gestalten. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen – und können sich sehen lassen.

Christa Schmid ist glücklich, dass Glasätzer Werner Goll die Tafeln für den Platz vor Pfarre und Feuerwehr gestaltet hat.
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„Eine Einweihung und einen Sektempfang hätten wir schon gerne“, hofft die Obfrau des Dorferneuerungsvereins, Christa Schmid, dass es in den nächsten Monaten möglich sein wird, den Platz ganz offiziell seiner Bestimmung zu übergeben; er soll nämlich ein Ort der Kommunikation und Treffpunkt im Ort werden. Die Gemeinderätin bedauert, dass Zusammenkünfte im vergangenen Jahr nur sehr spärlich möglich waren.

Damit es bei künftigen Treffen gemütlich ist, entstand eine besondere Sitzgelegenheit: Ein alter Pressstein bekam eine Granitplatte „verpasst“ und wurde so zum Tisch umfunktioniert; aus Kantern und Holzbrettern sind die dazugehörigen Bankerl geworden. „Den Pressstein und die Kanter haben wir geschenkt bekommen“, freut sich Schmid über die Beteiligung der Ortsbewohner. Diese war der Vereinsobfrau von Anfang an wichtig.

Darum hat es auch Dorfgespräche gegeben, in denen die verschiedenen Ideen, den Platz zu gestalten, zusammengetragen wurden. So wurde besprochen, was auf den insgesamt vier Glastafeln, die den Platz säumen, zu lesen sein soll. „Da war viel Recherche nötig“, erinnert sich die Obfrau. Die etwa eineinhalb Meter großen Tafeln aus Sicherheitsglas wurden von Werner Goll gestaltet. „Es war uns wichtig, dass er als örtlicher Künstler das macht“, wollten die Großnondorfer den letzten Glasätzer Österreichs unbedingt ins Projekt einbinden.

Was ist nun auf den Tafeln zu erfahren? Auf einer ist die Großnondorfer Freiheit zu sehen, in eine Tafel ätzte Goll das Gemeindewappen, auf einer weiteren ist die Geschichte des Ortes nachzulesen und die vierte Glastafel erinnert an das alte Milchhaus, das Platz für das neue Ensemble gemacht hat. „Ich hab’ selbst eine sehr große Freude damit“, strahlt Schmid über den neu gestalteten Platz, der als Förderprojekt der Dorferneuerung NÖ eingereicht wird.

Ein Baum als Schattenspender komplettiert das Ensemble vor Kirche, Pfarrhof und Feuerwehrhaus.

Bürgermeister Roland Weber ist begeistert und voll des Lobes für den Dorferneuerungsverein: „Ich bin wirklich stolz auf unsere Leute, die haben das super gemacht, gut recherchiert. Ich bin beeindruckt.“ Das gesamte Projekt habe Hand und Fuß und sei eine perfekte Abrundung des gesamten Ambientes.