Grüne wettern gegen Kindergarten-Standort. Als Schildbürgerstreich bezeichnen die Grünen, dass am Hollabrunner Messegelände, unweit eines Umspannwerks, ein Kindergarten errichtet werden soll.

Von Sandra Frank. Erstellt am 31. August 2017 (18:37)
Die Grünen
Peter Loy, Helga Krismer und Georg Ecker (v.l.) hoffen, dass die Stadtgemeinde den Standort des geplanten Kindergartens noch einmal überdenkt, da sich in der Nähe ein Umspannwerk befindet.

Für einen „Schildbürgerstreich“ hält Helga Krismer, NÖ-Klubobfrau der Grünen, den neugeplanten Kindergarten in Hollabrunn. Dieser soll bekanntlich am Messegelände entstehen. Direkt hinter dem Umspannwerk der EVN.

"Land könnte Projekt zweimal stoppen"

„Ich habe mir länger überlegt, ob ich das Projekt bei den Schildbürgerstreichen aufgreifen soll“, sei es nicht das Ansinnen der Grünen, Hollabrunn zu sagen, was in der Stadt zu machen ist. Aber. „Der geplante Kindergarten wird vom Land gefördert. Das Land könnte das Projekt zweimal stoppen.“

Zum einen schon bei der Umwidmung der Fläche. Zum anderen müsste der Kindergarten- und Schulfonds laut Krismer wissen, dass „es nicht sinnvoll ist, hier zu fördern“. Der Standort sei aufgrund des Umspannwerks fragwürdig.

„Dort, wo es elektrische Felder gibt, gibt es auch magnetische Felder. Das weiß man, das ist nichts Esotherisches.“ Und diesen Strahlungen sollen weder die Kleinkinder, noch das Personal ausgesetzt werden. „Diese Felder beeinflussen die Zustände im Körper“, führt Krismer weiter aus.

Studentenheim und Internat als Alternativen

Peter Loy, Grünen-Gemeinderat in Hollabrunn, verweist auf einige Alternativen zum geplanten Neubau. Etwa im Studentenheim, oder, sein Favorit: das ehemalige Internat für Berufsschüler gleich neben dem Stadtsaal.

„Das ist die beste Alternative. Das Gebäude ist riesig, wir haben dort genügen Parkplätze und außerdem ist auf der hinteren Seite der Sportplatz.“ Loy betont auch, dass im Gemeinderat nur ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines neuen Kindergartens gefällt worden, nicht aber der Standort fixiert worden sei.

Die Grünen hoffen nun, dass, wenn schon die Gemeinde nicht einlenken möchte, das Land dem Standort einen Riegel vorschiebt.