„Es war einmal ein Riese …“. Manfred Kasper gestaltete den Platz vor seinem Presshaus, wo auch seine Erzählungen nachzulesen sind.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 31. Juli 2018 (09:59)

Viele Arbeitsstunden investierte Manfred Kasper in die Gestaltung des Kellerplatzes vor seinem Presshaus. Seine Kreativität schlug sich auch anderswo nieder: Er erfand den Propheten „Hadrasthamus“ und den „Riesen vom Buchberg“. Die Geschichten kann jeder bei seinem Keller nachlesen.

Der rührige Pensionist hieß am Freitag der Vorwoche bei seiner Feier zur Eröffnung viele Freunde und Mitarbeiter willkommen. Nach der Begrüßung und einem Musikstück der Dorfmusik Hadres nahm Bürgermeister Karl Weber die Enthüllung der Informationstafeln vor.

Ein Schild beschreibt das Wirken des großen Propheten „Hadrasthamus“ und die „Weltuntergangsachse“. Auf der zweiten Tafel kann man das Märchen „Der Riese vom Buchberg“ nachlesen.

„Sie haben diesen Gemeindegrund, der jetzt ‚Kleinhäuslerplatz‘ heißt, wunderbar mit Natursteinen ausgestaltet“, hob der Ortschef in seiner kurzen Festrede hervor. Zwei Kinder enthüllten danach die Erklärung der „Glücksritter“: „Wer eine Geldmünze in den vorgesehenen Schlitz einwirft und ein Hufeisen am Glücksbrett berührt, ist ein Glücksritter“, erklärte Kasper, begnadeter Geschichtenerzähler und Trockensteinverleger.

Hadrasthamus:

Ein Auszug aus Kaspers Erzählung über den großen Propheten: „Aus den Schriften geht hervor, dass Hadrasthamus als Prophet im Pulkautal wirkte und mittellos war. Auch trug er immer ein Sitzpolster mit sich. Von großer zoologischer Bedeutung dürfte seine Beobachtung des letzten Pulkautaler Einhorns (Unicornus pulkautali) mit linksgedrehtem Horn am Fuße des Buchberges gewesen sein.“