Hausgnost „kulinarisch und seelisch guat"

Manfred und Martina Hausgnost wurden von der Trachtenkapelle Guntersdorfer vor den Vorhang geholt. Das Lokal wurde von Gault & Millau zum Wirtshaus des Jahres 2021 gewählt.

Erstellt am 03. Oktober 2021 | 06:08

Manfred Hausgnost steht lieber in der Küche, als im Mittelpunkt. Doch das Rampenlicht blieb dem Haubenkoch nicht erspart: Der Restaurantführer Gault & Millau kürte das Guntersdorfer Lokal zum Wirtshaus des Jahres 2021. Das wurde bereits im Dezember des Vorjahres verkündet. Seitdem wollte die Trachtenkapelle Guntersdorf ihrem Wirt ein Ständchen spielen, um zu der hohen Auszeichnung zu gratulieren. Das war nun endlich möglich.

Da waren sogar Martina und Karl Hohenlohe dabei, die Herausgeber des Gault & Millau. „Als Wirt muss man mehr können, als gut kochen“, erklärte Martina Hohenlohe, warum die Hausgnosts diese Auszeichnung erhielten. Das erfüllen Manfred und Martina Hausgnost. Sie beziehen die Region ins Wirtshausleben ein. Und: „Es ist eine große Familie, die hier am Werken ist“, wissen die Hohenlohes, dass die Mitarbeiter mehr als nur ein Team sind. „Wenn ich sie sogar an ihren freien Tagen zusammen beim Loiskandl sitzen seh’, dann rührt mich das“, lobt Martina Hohenlohe.

„Wenn ich sie sogar an ihren freien Tagen zusammen beim Loiskandl sitzen seh’, dann rührt mich das.“
Martina Hohenlohe, Gault & Millau-Herausgeberin

Ihr Mann kann nur zustimmen: „Es ist einzigartig, wie Sie den Betrieb führen.“ Der Opernball-Moderator kennt die Branche und weiß: Sehr viele Gastro- Betriebe haben extreme Probleme damit, Personal zu finden. „Eures kenn’ ich seit zehn, fünfzehn oder mehr Jahren. Und sie sind alle genauso fleißig wie Sie“, sieht Karl Hohenlohe die Wirtsleute „immer emsig herumschwirren“. Das Fazit des Kolumnisten: „Das Gasthaus ist eine Zierde für Guntersdorf.“

Das bestätigt Bürgermeister Roland Weber, der den Wirtsleuten ebenfalls gratulieren wollte: „Euer Gasthaus ist ein Aushängeschild für die Gemeinde“, sagt er. Als Guntersdorfer werde man sehr oft auf das Gasthaus angesprochen. Das Geheimnis des Erfolgs ist für Weber und Hohenlohe klar: „Sie arbeiten einfach mehr.“

Nach den Reden gab’s dann Action: Brigitte Hammer hatte für Manfred Hausgnost eine Deko-Figur, die ihm sehr ähnlichsieht, im Gepäck. „Ihr habt immer ein offenes Herz. Ihr seid kulinarisch und seelisch guat“, dankte auch sie als vis-à-vis Nachbarin den Hausgnosts für ihre Herzlichkeit.

Haubenkoch als Dirigent

Dann nahm ihr Mann Wilfried Hammer den Haubenkoch in Beschlag. Er ist Kapellmeister-Stellvertreter der Trachtenkapelle Guntersdorf und brachte Hausgnost dazu, seinen Lieblingskochlöffel aus der Küche zu holen und damit ein Stück zu dirigieren. Die Begeisterung des Haubenkochs hielt sich in Grenzen, die Zuschauer zückten allerdings überschwänglich ihre Smartphones, um Fotos und Videos von diesem Auftritt zu machen.

Danach durfte Manfred Hausgnost das Rampenlicht verlassen und in seine geliebte Küche zurückkehren, um die Gratulantenschar zu verköstigen. Im gemütlichen Rahmen verriet dann auch ein Stammgast, dass die Hausgnosts schuld daran sind, dass er mit seiner Frau nach Guntersdorf gezogen ist. Denn das alte Haus, in das sich seine Frau sofort verliebt hatte, überzeugte den Wiener nicht sofort. Doch das Essen nach der Hausbesichtigung bei den Hausgnosts schon.