Vampire unter uns: "Grusical" im Hollabrunner Stadtsaal. Ein gruseliges Wochenende bescherte das Hollabrunner Gymnasium den Besuchern des Stadtsaals.

Von Sandra Frank. Erstellt am 26. Februar 2018 (12:07)

Bei „Dracula – Das ultimative Grusical“ standen Schüler, Eltern und Lehrer auf der Bühne, die die Geschichte von Schwesternschülerin Mina (Ines Spitaler) erzählten, die in dem kleinen englischen Städtchen Huntington etwas erleben wollte.

Und das tat sie auch: Sie verliebte sich in Jonathan (Kevin Kleinmaier), den Angestellten der Maklerin Meredith Hawkins (Teresa Marte). Diese wiederum hatte ein Auge auf Graf Dracula (Oliver Ringelhahn) geworfen. Doch für den Herr der Vampire war klar: Mina und er sind für einander bestimmt. Und so kämpfte Mensch gegen Vampir um die Gunst des Mädchens.

Was aus verklemmten Schwesternschülerinnen wird, nachdem sie gebissen wurden, erfuhr Direktorin Jutta Kadletz: Sie mimte Mrs. Nickelby, ein Mitglied des Sittlichkeitsvereins. Schwesternschülerin Lucy hatte es nämlich auf ihren Mann (Christian Berger) abgesehen, nachdem sie den Vampiren zum Opfer gefallen war.

Das Publikum wurde Zeuge, wie Dr. Van Helsing (Thomas Richter) sein Bestes gab, um die Vampire zu vernichten, die ihren Blutdurst in Huntington stillten. Dabei schreckte er nicht davor zurück, diese mit Kreuzen zu bewerfen. Bemerkenswert: Im Brotberuf fungiert der Darsteller als Religionslehrer am BG/BRG Hollabrunn.

Am Ende schaffte es der Vampirforscher, die Blutsauger zu besiegen – beinahe. Denn Mina, die bereits von Graf Dracula gebissen wurde, überlebte und feierte ein Happy End mit ihrem Geliebten Jonathan.

Erleichterung und große Freude nach den gelungenen Auftritten

„Die Stimmung war sehr gut“, freute sich Jutta Kadletz über gelungene Vorstellungen. „Bei der letzten Aufführung wurden alle, die bis dahin nicht gebissen wurden, auch gebissen“, schmunzelt die Direktorin, dass sogar das Orchester mit Bisswunden am Hals seinen Auftritt meisterte.

Erleichterung und große Freude war nach den gelungenen Auftritten vor allem bei Gabi Eiserle und Michael Grünauer zu sehen. Eiserle hatte die Gesamtleitung und Regie inne und hatte mit den Darstellern über ein Jahr auf den großen Moment auf der Bühne hingearbeitet. Bei Grünauer sollte die Anspannung bis zur letzten Sekunde andauern: Er hatte die musikalische Gesamtleitung übernommen und dirigierte das Orchester. Und hier war kurz vor der ersten Aufführung Pianist Gregor Schiesser erkrankt. Ein würdiger Ersatz war rasch gefunden: Bernadette Eliskases-Tuzar sprang ein.

Auch Opernsänger Oliver Ringelhahn wirkte beim Schulmusical mit

„Sie war einfach toll, beeindruckend“, erntete Ines Spitaler für ihre Gesangskünste und Bühnenperformance großes Lob vom Publikum. Auch deswegen, weil sie auf der Bühne neben Opernsänger Oliver Ringelhahn bestehen musste. Dem Profi machte das Musical sichtlich Spaß, auch deswegen, weil er den jungen Darstellern unter die Arme greifen konnte. „Es hat mir große Freude gemacht, die Mädels bei ihren Darbietungen zu unterstützen.“ „Die Mädels“, denen Ringelhahn wichtige Tipps für den Bühnenauftritt gab, waren Leni Pfeifer, Nikola Atzmüller und Katharina Nebenführ als stimmgewaltige und blutrünstige Vampirgirls.

Aber nicht nur auf und neben der Bühne im Orchestergraben tummelten sich Schauspieler und Musiker. Sogar unter der Bühne war jemand versteckt: der Chor. Unter den Sängern war übrigens auch der ehemalige Direktor des Gymnasiums, Johannes Geyer, der hin und weg war von den Darbietungen des gesamten Schulensembles.