Bus-Crash: „Dachte, jetzt ist es aus mit mir“

Die Hadreserin Maria Autrieth schildert den dramatischsten Moment ihres Lebens.

Romana Schuler Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:53
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Froh, wieder zu Hause zu sein: Maria Autrieth.
Foto: Romana Schuler

„Mir tut nur der Rücken wegen einer Rippenprellung noch weh, aber ich will gar nicht jammern“, berichtete Maria Autrieth der NÖN über den schrecklichen Busunfall in der Steiermark, den sie am 27.9. miterlebt hat. „Heute habe ich erst gesehen, dass ich überall blau bin, wo ich mit dem Gurt angeschnallt war. Aber wäre ich nicht angeschnallt gewesen, wäre ich jetzt sicherlich nicht mehr am Leben.“

Zum Zeitpunkt des Unfalls saß sie direkt hinter dem Buslenker und telefonierte mit ihrer Freundin. „Da sehe ich, dass ein Sattelschlepper auf der Gegenfahrbahn auf der nassen Straße ins Schleudern kommt und sein hinteres Teil direkt auf uns zukommt. Da war mir sofort klar, jetzt passiert was ganz Schreckliches! Das war der schlimmste Moment meines Lebens“, schildert Autrieth. „Ich dachte, jetzt ist es aus mit mir.“

Freundin hörte Unfall am Telefon mit

Reflexartig habe sie versucht, sich irgendwo festzuhalten. „Mein Handy habe ich allerdings nicht losgelassen und es blieb auch an, sodass meine Freundin in Oberösterreich den Unfall akustisch miterleben konnte.“

Nachdem der Bus neben der Straße umgekippt war, brach Panik unter den Fahrgästen aus. „Ich habe nur die Leute schreien gehört, und weil die Scheiben alle zerbrochen waren, war so viel Blut rundherum“, erzählt Autrieth. Ersthelfer befreiten den Buslenker und Passagiere. Kurz darauf traf die Feuerwehr ein. Autrieth wurde mit fünf weiteren Personen zu einem FF-Auto gebracht, wo sie von einem Notarzt versorgt wurden.

„Eines muss ich betonen“, erklärt die Pulkautalerin, „wir alle waren sehr angetan von der perfekt organisierten Rettungskette. Im Spital wurden wir sofort vom Kriseninterventionsteam empfangen.“ Mit etwas Abstand meint sie nun: „Wir hatten ja wirklich großes Glück, dass sich der Bus nicht überschlagen hat und heute weiß ich, ich fahre keinen Meter mehr, ohne angegurtet zu sein.“ Und trotz dieses Erlebnisses will sie bald wieder eine Reise antreten.