Hagel zerstört Weingärten. Hadres leidet unter großen Schäden. In Oberstinkenbrunn ist die Erdbeersaison zu Ende.

Erstellt am 17. Juni 2014 (10:20)
NOEN, Karin Widhalm
Das Blattwerk ist zerstört, das Auftreffen der Hagelkörner ist auf jeder einzelnen Rebe erkennbar. Nicht nur Werner Schmids Weingärten sind betroffen, hier steht er vor einem Stock von Karl Weber. Foto: Karin Widhalm

Das Unwetter am vorigen Mittwoch war kein Segen für die Gemeinde Hadres: Kirschgroße Hagelkörner prasselten herab, die Front zog einen 300 Meter breiten und fast einen Kilometer langen Streifen von Hadres bis nach Obritz – dort sind die meisten Schäden auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verzeichnen.

„Derzeit braucht der Weinstock jedes Blatt“

Die Bilanz: 120 Hektar Weingärten und 90 Hektar Ackerland – hauptsächlich Mais – sind von 40 bis zu 100 Prozent zerstört. Der Mais könnte sich erholen, die Weinstöcke mitunter gar nicht. Sie stehen mitten in ihrer Blütezeit und die weichen Stöcke verholzen erst im Juli.

„Derzeit braucht der Weinstock jedes Blatt“, zeigt Werner Schmid aus Hadres das löchrige Grün. Seine Rebschule blieb verschont. Die Hagelversicherung – sie ist für seinen Betrieb zu einem Muss geworden – wird die Schäden in seinen Weingärten abdecken.

Sogar Florianis mussten zu zwei Einsätzen ausrücken

„Die Wetterkapriolen haben zugenommen“, ist Schmid überzeugt. Bürgermeister Karl Weber ist ebenso ein Betroffener: „Der Hagel zog in einem Abschnitt nur durch unsere Gemeinde. Das ist ungewöhnlich für die heutige Zeit“, meint er.

Der heftige Sturm tat sein Übriges und brach Äste. Das hatte sogar zwei FF-Einsätze zur Folge: Bäume kappten Stromleitungen in der Hadreser Kellergasse und in der Nähe der Grenzlandhalle.

Die Erdbeersaison ist in Oberstinkenbrunn durch den Hagel ebenfalls beendet worden. „Der Hagel hat neun Hektar unserer Erdbeerfelder zerstört“, sagt Hannes Seifried.