Das Thayatal wird wilder: Infos beim Nationalparkforum. In den kommenden zehn Jahren soll sich noch mehr Wildnis ausbreiten. Weitere Pläne verriet das Team beim Forum.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 29. November 2019 (05:25)
Nationalpark-Forum mit (v.l.): Margit Müllner, Bernadette Lehner, Karl-Josef Weiss, David Freudl, Friedrich Schechtner, Martha Schober, Christoph Milek, Norbert Kellner, Christian Übl, Theresa Brandstetter, Arnold Triebelnig, Claudia Waitzbauer, Roland Deyssig, Michael Vsetecka und David Grossmann.
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Von einem Jubiläumsjahr kommt der Nationalpark Thayatal gleich ins nächste.

Nachdem man 2019 erfolgreich ein spannendes Programm rund um „30 Jahre offene Grenzen“ auf die Beine gestellt hat, folgt 2020 der 20. Geburtstag des Nationalparks.

„Er ist nun kein Jugendlicher mehr“, leitete Direktor Christian Übl humorvoll ein, dass man in den nächsten Jahren auch einmal die internen Abläufe evaluieren und anpassen möchte.

Vor allem wird dieses Jubiläum jedoch gefeiert: Nicht nur das nächste Besucherprogramm wird ein wenig zurückblicken, auch in einer „Erlebnis Österreich“-Dokumentation stellt Sabine Daxberger die Entwicklung des Nationalparks und der gesamten Region dar.

Wildkatzenforschung als weiterer Schwerpunkt

Ebenso will man sich und den Besuchern einige Projekte schenken. Im Herbst soll mit dem Bau der beiden Hängebrücken in Hardegg begonnen werden. So entsteht ein Rundwanderweg nach Tschechien.

Als ein weiterer Schwerpunkt wird die Wildkatzenforschung mithilfe von Freiwilligen im Waldviertel bis Allentsteig und im Weinviertel bis Ernstbrunn ausgeweitet. Entlang der bekannten Wildtierkorridore will man Lockstöcke mit Fotofallen platzieren, die von Einheimischen betreut werden.

Zusätzlich soll noch mehr Wildnis ins Thayatal einziehen, um Wildkatzen und vielen anderen Arten einen Lebensraum zu schaffen. Dies ist ein großer Schwerpunkt des Managementplans 2021 bis 2030.