Junger Regisseur filmt „Actionsport Natur“ im Thayatal. Alexander Beitz will in einem Film seine Heimatregion gut präsentieren.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 05. Oktober 2019 (06:15)
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Begeistert vom Thayatal (v.l.):Alexander Beitz mit Ehefrau Barbara, Stefanie Gattringer und Robert Müllner.

Die geschlängelte Form des Thaya-Mäanders folgt auf eine ebensolche der Äskulapnatter. Viele Bilder, schnelle Schnittfolgen, Bewegung – „Als wäre die Natur ein Actionsport“.

So will der gebürtige Hollabrunner Alexander Beitz das Thayatal in seinem Film darstellen. Als Gewinner des Medienstipendiums der Nationalparks Austria wird er in den kommenden Wochen durch den Nationalpark streifen und möglichst viele unterschiedliche Tiere und Pflanzen in Bildern einfangen.

Sandra Donnerbauer
Nationalpark-Ranger Robert Müllner (Mitte) gab spannende Einblicke in sein Spezialgebiet – die Vogelwelt des Thayatals.

Denn klassische Naturfilme mit langen Sequenzen eindrucksvoller Landschaften und entspannter Hintergrundmusik gibt es viele – auch über den Nationalpark Thayatal. Doch was der professionelle Filmemacher im Sinn hat, kennt man bislang meist nur aus Werbeaufnahmen aus dem Extremsport.

Den Wunsch, Tiere und Natur auf Film zu bannen, hatte Beitz dabei schon länger. Seit einigen Jahren ist er bereits selbstständig und zusätzlich als Kameratechniker auch viel im Ausland unterwegs. Aufträge, bei denen er die Gelegenheit habe, Tiere oder Natur zu filmen, gab es bisher leider kaum. Deshalb war es für ihn schnell klar, sich für das Medienstipendium zu bewerben, um ein solches Projekt und seine Ideen umsetzen zu können.

Zusätzlich habe es ihn als Hollabrunner gereizt, die Region gut zu präsentieren. Auf die Auswahl hatte er zwar keinen Einfluss; jedem Stipendiaten wird einer der sechs Nationalparks zugewiesen. „Es hat mich aber gefreut, dass es das Thayatal geworden ist“, sagt Beitz.

Thayatal ist schöner als die „Blue Mountains“

Bei einer ersten Wanderung in Begleitung von Ehefrau Barbara gab Ranger Robert Müllner einen Einblick in die landschaftlichen Besonderheiten. Für das Paar, das einige Zeit in Australien verbracht hatte, konnte der Ausblick in die Täler locker mit den weitbekannten „Blue Mountains“ mithalten.

Nach diesen ersten Eindrücken hat Beitz bis Jahresende Zeit, um den Film fertigzustellen. „Ich möchte möglichst alle Jahreszeiten einfließen lassen“, hofft er, dass sich noch Aufnahmen von Schnee ausgehen.

Im März werden alle Projekte, die österreichweit während der Medienstipendien entstanden sind, bei einer gemeinsamen Gala präsentiert. Bernadette Lehner, die das Projekt seitens des Nationalparks Thayatal betreut, zeigte sich ebenfalls begeistert von der Idee, mit der der junge Filmemacher an das Projekt herangeht. „Natürlich wollen wir die Arbeiten der Stipendiaten auch verwenden.“

Neben Alexander Beitz ist derzeit auch Agnieszka Kulowska als Medienstipendiatin im Thayatal unterwegs. Die Fotografin wird im Oktober ihre zweite Woche im Thayatal verbringen.