Nationalpark: Trio im Rennen um Schleritzko-Nachfolge. Bewerbungsfrist ist zu Ende: Drei Personen haben Interesse am Direktorsposten. Hearing wird erst anberaumt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 12. Juli 2017 (04:14)
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Christian Übl hat sich für die Funktion des Direktors beworben, ist aber für jede Entscheidung offen.

Die Entscheidung, wer nach Neo-Landesrat Ludwig Schleritzko neuer Direktor im Nationalpark Thayatal wird, naht. Bis 16. Juni war die Stelle ausgeschrieben. Drei Personen haben sich dafür beworben, wie Jürgen Maier, Sprecher von Landesrat Stephan Pernkopf, verrät. Das Datum der Hearings sei noch nicht fixiert worden.

Was hinter vorgehaltener Hand mit Argusaugen beobachtet wird: Die Stelle ist lediglich befristet bis 31.12.2018 ausgeschrieben. Viele Bewerbungen seien wohl für einen derart kurzen Vertrag nicht zu erwarten, meinte ein Insider noch vor Bekanntwerden der Zahl der Bewerber.

Man könnte vermuten, dass es künftig eine gemeinsame Geschäftsführung für den Nationalpark Thayatal und den Nationalpark Donauauen geben könnte, wo Direktor Carl Manzano mit Ende 2018 in Pension gehen dürfte. Für das Thayatal wäre das ein erheblicher Imageverlust und ein Signal, dass es nur eine Randerscheinung ist, für die auch ein einfacher Abteilungsleiter ausreicht.

„Diese Ideen muss ich ins Reich der Spekulationen und Fantasien verweisen.“Landesrat-Sprecher Jürgen Maier über eine Geschäftsführung in zwei Nationalparks.

„Diese Ideen muss ich ins Reich der Spekulationen und Fantasien verweisen“, erklärte Maier auf NÖN-Nachfrage. Grund für die kurze Frist sei, dass man wieder in den vorgesehenen Rhythmus kommen wolle. Schleritzkos Vertrag wäre bis Ende 2018 gelaufen. Christian Übl, der nun interimistisch die Geschicke des Nationalparks leitet, ist einer von den drei Bewerbern. Er sei jedoch für jede Entscheidung offen.

Was den Reiz des Nationalparks Thayatal gegenüber anderen, berühmten Nationalparks in Österreich ausmacht? „Ich denke, dass der Reiz unseres Nationalparks in seiner grenzüberschreitenden Dimension liegt. Wir arbeiten bereits jetzt sehr gut mit den Kollegen vom Národní park Podyjí zusammen. Vor allem im Hinblick auf die Entwicklung von Angeboten für tschechische Besucher sehe ich noch großes Potenzial.“