Ranger-Lehrgang: Zum Thayatal-Profi in drei Jahren. 80 haben sich beworben, aber nicht alle dürfen die Ausbildung absolvieren. Mit von der Partie sind Gemeindevertreter.

Erstellt am 08. März 2018 (04:33)
NPTT/Claudia Waitzbauer
Die 17 Teilnehmer des Ranger-Lehrganges wanderten, angeführt von Aus-bildungsleiterin Claudia Waitzbauer, drei Stunden durch den Nationalpark.

17 naturinteressierte Menschen begannen am 24. und 25. Februar den neuen Lehrgang zur Ausbildung als Nationalpark-Ranger. Fast 80 Bewerber meldeten sich auf die Ausschreibung im vorigen Jahr.

NPTT/Claudia Waitzbauer
Die Teilnehmer mit Direktor und Ausbildnern (vorne, v.l.): Julian Haider, Claudia Waitzbauer, Theresa Hager, Lena Weitschacher, Dieter Preiß, Carmen Bauer, Susanne Donnerbauer, Gregor Danzinger, (hinten) Bernhard Schedlmayer, Margit Müllner, Ulrich Weitschacher, Michael Vsetecka, Stefan Kiesling, Margarita Hartlieb, Roland Kahrer, Sophie Bernet, Gerhard Gutkas, Christoph Milek, Zdenek Malaga, Christian Übl und Heribert Donnerbauer.

„Die Auswahl fiel uns nicht leicht, neben Naturkenntnissen und Kommunikationsfähigkeit waren auch die örtliche Nähe zum Nationalpark und die zeitliche Verfügbarkeit entscheidend“, erklärt Nationalpark-Direktor Christian Übl. „Dafür freut es uns umso mehr, dass drei Viertel der zukünftigen Ranger aus den Bezirken Hollabrunn und Horn sind.“

Bekannte Gesichter bilden sich weiter, darunter Bürgermeister Heribert Donnerbauer, Stadtamtsdirektorin Margit Müllner und Gemeinderat Dieter Preiß – allesamt aus der Stadtgemeinde Hardegg. „Uns freut das sehr, das macht den Nationalpark ein Stück größer“, freut sich Übl, dass sie sich mit dem Schutzgebiet und der Natur vor der Haustür identifizieren.

„Sie brauchen vor allem Freude an der Natur“

„Unsere Ranger bringen den Besuchern Natur und Naturschutz näher, sie leiten Exkursionen und Schulaktionen oder sind als Nationalparkwache im Gebiet unterwegs“, führt Ausbildungsleiterin Claudia Waitzbauer, die von der vielseitigen Gruppe begeistert ist, aus. „Dafür brauchen sie vor allem Freude an der Natur sowie fundiertes Wissen, dass sie in unserer Ausbildung erhalten.“

Der Ranger kennt die Natur, das Gebiet, die gesetzlichen Grundlagen und Maßnahmen im Naturraum-Management. „Learning by doing“ wird im Kurs oft angestrebt: Die neuen Ranger werden deshalb an einem Tag Trockenrasen pflegen.

Die Teilnehmer sammeln früh Praxiserfahrungen, denn schon im Sommer können sie Führungen leiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Didaktik – das Erlernen und natürlich selbst Ausprobieren von entsprechenden Techniken, um Nationalpark-Botschaften, Werte und Wissen zu vermitteln.

Herzstück des Lehrgangs ist das Thema „Wildnis“, da die Ausbildung vor allem in Hinblick auf das Wildkatzen-Camp durchgeführt wird. Die neue Unterkunft soll im Juni bezugsfertig sein, von dort aus können dann Kinder und Jugendliche die Waldwildnis des Nationalparks mit allen Sinnen erforschen und erleben.