Pfeil & Bogen statt Sautrog bei Teichfest. Der Teich in Hart-Aschendorf hat heuer zu wenig Wasser, auffüllen wollte der Verein nicht. Deswegen fällt die beliebte Sautrogregatta aus. Jetzt gibt’s ein Alternativprogramm.

Von Sandra Frank. Erstellt am 12. August 2019 (06:15)
Sandra Frank
Bild aus wassertechnisch besseren Tagen: 2017 sprangen Franz Seidl und sein Moderatoren-Kollege Markus Schüller noch selbst in den Sautrog, um den Teilnehmern der Sautrogregatta zu zeigen, wie’s geht. Heuer tauschen sie ihr Paddel gegen Pfeil und Bogen.

Der 15. August steht in Hart-Aschendorf ganz im Zeichen des Teichfests, welches vom Dorfverein veranstaltet wird. Das kulinarische Highlight ist nach wie vor der Steckerlfisch, der neben anderen Spezialitäten vom Grill ab 11 Uhr kredenzt wird.

Sportlicher Höhepunkt war in den vergangenen Jahren immer die Sautrogregatta. Humorvoll moderiert wurde diese stets von Vereinsobmann Franz Seidl und seinem Kompagnon Markus Schüller. Heuer müssen sich die beiden umstellen: Statt im Seemannsjargon zu kommentieren, gilt es jetzt, Schützen-Vokabular auszupacken, denn die Sautrogregatta musste schweren Herzens einem Bogenturnier (ab 14 Uhr) weichen.

„Wir haben zu wenig Wasser“, erklärt Seidl auf Nachfrage der NÖN. Bereits im Jahr 2017 war der Pegel niedrig, die Gefährte konnten aber ins Wasser gelassen werden. „Wir haben festgestellt, dass der Schlamm Heilkräfte hat“, scherzte Seidl damals, dass Hart-Aschendorf zum Kurbad werden würde. Im Vorjahr wurden die Sautröge dann aufgrund des zu niedrigen Wasserstands durch Floße ersetzt. „Wenn das Wasser so niedrig ist, ist es leider auch sehr dreckig“, berichtet Seidl, dass sich niemand der Gefahr aussetzen wollte, in die unschöne Lacke zu fallen: „Das ist nur lustig für die anderen; der, der reinfällt, kann aber heimfahren.“ Darum entschieden sich die Verantwortlichen, heuer einen Bewerb auf dem Trockenen zu machen. Beim Bogenturnier können die Schützen ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Vereinswunsch: Teich soll größer werden

Den Teich von der Feuerwehr mit Wasser auffüllen zu lassen, kommt für den Vereinsobmann aus moralischen Gründen nicht infrage: „Den Teich auffüllen, nur damit das Wasser, das anderswo fehlt, verdunstet, das geht einfach nicht.“

Seidl verrät im NÖN-Gespräch, dass er sich schon lange einen Umbau des Teichs wünsche. Sogar ein Landschaftsgärtner sei vor Ort gewesen, eine Förderzusage von 66 Prozent sei in Aussicht gestellt. Die restliche Summe müsste allerdings die Gemeinde aufbringen. Da habe noch niemand so recht angebissen, sagt Seidl. Auch deswegen, weil ein weiteres Grundstück benötigt wird, um die Pläne vom Teichausbau zu realisieren.