Haube der Energieeffizienz: "Triple-e" für Hollabrunn

Für ihre vielfältigen Projekte im sogenannten e5-Programm wurde die Stadtgemeinde Hollabrunn in Ybbs von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ausgezeichnet.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 18:13
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Auszeichnung für Hollabrunn: e5-Programmleiterin Monika Panek (eNu), Landtagsabgeordneter Georg Ecker, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeister Alfred Babinsky, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Umweltstadtrat Josef Keck, Stadtwerke-Chef Thomas Bauer, Stadtrat Friedrich Dechant, eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger (v.l.).
Foto: NLK Filzmaier

„Das e5-Landesprogramm ist die Champions League der energieeffizienten Städte und Gemeinden", sagt  Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu): Der Erhalt eines „e“ sei mit einer Haube in der Gastronomie vergleichbar.

Ziel des Programms ist es, wirkungsvolle und auf die jeweilige Gemeinde angepasste Maßnahmen umzusetzen. Je nach Grad der erreichten Umsetzung erhält eine Gemeinde bis zu fünf „e“. Die eNu unterstützt die Gemeinden bei zukunftsweisenden Pilotprojekten.

Hollabrunn besticht durch ein gutes Nahwärmenetz, welches alle großen Gemeindegebäude mit Biowärme versorgt. Dem neu gebauten "Null-Energie- Kindergarten" mit PV-Anlage wurde die „Ausgezeichnet gebaut in NÖ“-Plakette verliehen. Zwei Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsprojekte sind ebenfalls eine Erfolgsgeschichte. 

Umsetzungsgrad von 52,3 Prozent

Außerdem lässt Hollabrunn sein Verkehrskonzept kontinuierlich aktualisieren, arbeitet an Verbesserungen zur Attraktivierung des Fuß- und Radverkehrs sowie am Ausbau des öffentlichen Verkehrs, so das Urteil der Jury. Hollabrunn erreicht somit beim ersten Audit einen Umsetzungsgrad von 52,3 Prozent und damit drei „e“.

Die Landeshauptfrau zeigte sich beim Festakt dankbar, dass die Gemeinden die Klimaziele des Landes mittragen. Die Klimakrise könne nur gemeinsam bewältigt werden. 

Insgesamt stellten sich elf Gemeinden der Überprüfung ihrer Energieeffizienzmaßnahmen. Vier "e" erreichten Ober-Grafendorf, Tulln und Allhartsberg. Drei „e“ gingen an Lassee, Zeillern, Absdorf, Aschbach-Markt und Hollabrunn. 

Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.