Weiße Fahne und Flugbuffet. Das Coronajahr wurde auch an den Retzer Schulen gut bewältigt.

Von Belinda Krottendorfer. Erstellt am 28. Juni 2020 (04:28)
Die von Barbara Sablik-Baumgartner geleitete Tourismusschule am Seeweg. Das zweite Semester ging reibungslos über die Bühne. Die Abschlussfeier wird nachgeholt. Für die HAK ist es ein endgültiger Abschied.
Enzmann

Die Matura der HLT Retz konnte wie gewohnt in den Computerräumen stattfinden. Der durch die Coronasituation notwendige Abstand war gewährleistet.

Barbara Sablik-Baumgartner
HLT

Obwohl kein Schüler ein leeres Blatt bei der Prüfung abgegeben hat, äußert sich Direktorin Barbara Sablik-Baumgartner nicht als Fan der Regelung, wonach 50 Prozent der Zeugnisnote in die Maturanote einfließen: „Ich würde es nicht bei der 50:50-Regelung belassen, denn die Matura ist ein wichtiger Schlusspunkt, der krönende Abschluss der Schulkarriere.“ Eine 30:70-Aufteilung oder keine Einbeziehung der Abschlussklasse findet sie gut, doch die Maturaarbeit sollte eben ausschlaggebend sein.

So gut wie alle Maturanten entschieden sich für die Variante mit drei schriftlichen und vier mündlichen Prüfungen, sie durften von den drei schriftlichen Fächern somit keines abwählen. Niemand wollte freiwillig eine mündliche Prüfung ablegen.

Die Maturazeugnisse wurden bereits nach der Konferenz am 8. Juni an die Maturanten ausgegeben. Der fünfjährige Jahrgang durfte sich dabei über eine weiße Fahne freuen.

Für die HAK ist es ein endgültiger Abschied

Auch die Abschlussklasse der HAK Retz, die bereits seit zwei Jahren im Gebäude der HLT untergebracht ist, habe einige sehr gute Ergebnisse zu verzeichnen. Da seit 2016 keine Klasse mehr zustande kam, ist dieser Jahrgang nun der letzte, der diese Schule in Retz mit Matura abgeschlossen hat. „Im Herbst werden wir die Abschlussfeier nachholen, dann wird es eine große gemeinsame Feier der HLT- und HAK-Maturanten geben“, kündigt Sablik-Baumgartner an.

Übrigens: Da es an der HLT ein verkürztes Schuljahr bis Mitte Juni gibt, wurde ein freiwilliger Sportunterricht gar nicht mehr geplant. Einige Corona-Maßnahmen wurden noch eingeführt: Am Gang, der besonders eng ist, wurde eine Linie aufgeklebt, die anzeigt, auf welcher Seite man gehen soll. Weiters wurde ein fliegendes Pausenbuffet eingeführt, das von Klasse zu Klasse „fliegt“.