Bus: Vergriff sich Fahrer bei Zehnjährigem im Ton?. Vater erhebt Vorwürfe. Lenker soll Kinder rüpelhaft aus dem Fahrzeug beordert haben.

Von Theodora Höger. Update am 06. Dezember 2017 (12:47)
Symbolbild

Ein Schulbusfahrer, der beim Fahren vor sich hin flucht und Kinder in der Früh einfach so im Regen stehen lässt? So stellt sich Günter Moser den Schulweg seines Kindes ab Höbersdorf nicht vor.

Trotzdem: So beschrieb sein Zehnjähriger die Fahrt mit der Linie 829 von Dr. Richard am Montag vor einer Woche: „Mein Sohn saß schon im Bus, als die Kinder am Göllersdorfer Hauptplatz zusteigen wollten. Er erzählte, dass noch Platz genug im Bus war.“

„Keine Beschwerden aus Göllersdorf“

Gesagt haben soll der Lenker unter anderem „Schleichts euch, gehts auße“ – eine Wortwahl, die Moser nicht gutheißt: „Wenn der Bus voll ist, kann man mit den Kindern auch in einem anderen Ton reden und im Idealfall einen weiteren Bus anfordern“, kritisiert der Vater das Verhalten des Lenkers. Das Busunternehmen habe auf seine Nachfrage bereits reagiert und sich entschuldigt.

Bernhard Weber von Dr. Richard reagiert dennoch überrascht: „Aus Göllersdorf haben wir keine Beschwerden bekommen. Das macht mich etwas stutzig.“ Der Fahrer sei seit knapp zehn Jahren in der Region unterwegs.

„Hinsichtlich eines solchen Benehmens gibt es keinen Vermerk in seiner Personalakte.“ Er habe eine tiefe und laute Stimme und zudem Migrationshintergrund: „Würde er schimpfen, würden die Kinder das nicht verstehen“, ist Weber sicher. Er verspricht dennoch, sich dem Lenker „in Zukunft zu widmen“. „Die Kinder gehören ja in die Schule gebracht“, räumt Weber ein, „und wenn es nochmals Probleme geben sollte, gibt es für den Lenker eine Sonderschulung“.