Erstellt am 05. März 2013, 00:00

Hogl: „Ich habe ein Lebensziel erreicht“. ÖVP / Der Wullersdorfer Bürgermeister verdoppelte seine Vorzugs-stimmen und wird Marianne Lembacher in den Landtag nachfolgen.

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Von Christoph Reiterer

BEZIRK HOLLABRUNN / Die 6.298 Vorzugsstimmen von Marianne Lembacher bei der Landtagswahl 2008 waren außer Reichweite. Das Rennen um die Nachfolge der 63-Jährigen im NÖ Landtag war schließlich dennoch eine klarere Angelegenheit als erwartet.

Nach 981 Stimmen im Jahr 2003 und 1.804 Stimmen im Jahr 2008 gelang es Richard Hogl erneut, die Zahl seiner Vorzugsstimmen fast zu verdoppeln. 3.573 Wähler machten ihr Kreuzerl beim Wullersdorfer Bürgermeister, der seiner ÖVP-internen Favoritenstellung damit gerecht wurde.

Platz zwei ging – auch nicht überraschend – an Youngster Florian Hinteregger, der mit einem starken Wahlkampf die „1.000er-Schallmauer“ durchbrach. Ebenfalls stark, aber knapp nicht vierstellig: ÖAAB-Kandidat Günter Schnötzinger aus Raschala mit 960 Stimmen. Retz-Urgestein Reinhold Griebler landete mit seinem Seniorenmandat und 547 Stimmen an vierter Stelle vor Nachwuchshoffnung Dominik Kurz.

Über allen stand jedoch Richard Hogl. „Ich habe ein Lebensziel erreicht, keine Frage. Ich danke allen im Bezirk für die großzügige Unterstützung. Besonders freut es mich, dass es in meiner Gemeinde so gut gelaufen ist. Das zeigt, dass ich als Bürgermeister nicht so verkehrt liegen kann.“

Der 45-jährige Landwirt aus Immendorf will nun „g‘scheit, engagiert und mit Ehrgeiz“ an seine neue Aufgabe rangehen, dann könne er für den Bezirk sicher Gutes erreichen.

Wer wird neuer Chef in der Bauernkammer? 

Um nicht auf drei Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, wird Hogl – wie vor der Wahl bereits kommuniziert – seine Funktion als Bezirksbauernkammerobmann aufgeben. Daran will er aber vorerst nicht viele Gedanken verschwenden. „Die Arbeit geht jetzt einmal normal weiter. Dann bringen wir in Ruhe die Angelobung über die Bühne, ehe wir uns, entspannt, und ohne Zeitdruck, über alles andere Gedanken machen.“

Mit Friedrich Schechtner aus Niederfladnitz und Leopold Krammer wisse er in der Bauernkammer jedenfalls zwei umsichtige Stellvertreter neben sich, die ihn in nächster Zeit wohl öfter vertreten müssen.

Als beste Frau landete übrigens die Gettsdorferin Elisabeth Pöhacker an sechster Stelle der ÖVP-Liste und damit noch deutlich vor der ÖVP-Bezirksfrauenvorsitzenden Elisabeth Schüttengruber-Holly, die als Listendritte angetreten, am Ende aber nur auf Platz zehn zu finden war.