Hohenwarth-Mühlbach a.M.

Erstellt am 25. April 2018, 05:21

von Günter Rapp

Ohne Einsatzfahrzeug: Lösungssuche im FF-Dilemma. Wann kann die FF Bösendürnbach „on the road again“? Bürgermeister Gudenus gibt sich gesprächsbereit, Feuerwehr muss sich aber auch Kritik gefallen lassen.

Gesprächsbasis bleibt erhalten: Bürgermeister Martin Gudenus (r.) undFeuerwehrkommandant Hermann Hauser.  |  Rapp

„Wir sehen das nicht als Kritik oder Provokation, wollen aber nachdrücklich auf unsere derzeitige Situation aufmerksam machen“, sagt Barbara Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr Bösendürnbach. Diese verfügt, wie bereits berichtet (siehe hier und unten), über kein Einsatzauto, nachdem das 40 Jahre alte Kleinlöschfahrzeug seinen Geist aufgegeben hat.

Nicht zuletzt deshalb machten die Bösendürnbacher Kameraden bei der jüngsten Unterabschnittsübung auf sich aufmerksam. Sie kamen mit dem Fahrrad nach Hohenwarth. Wenig Freude mit dieser Aktion hatten Funktionäre des Unterabschnitts- und Abschnittskommandos. Von einer „Provokation“ und „einfach lächerlich“ wurde da gesprochen.

Für Bösendürnbachs FF-Chef Hermann Hauser ist es allerdings eine sehr ernste Sache und keine Provokation. „Mit den 20.000 Euro, die uns vom Gemeinderat in Aussicht gestellt werden, können wir kein neues Fahrzeug kaufen.“ Außerdem sei der Betrag ein Vorgriff auf die Gemeindesubvention der nächsten zehn Jahre.

Gesprächsbereit zeigt sich Hohenwarth-Mühlbachs VP-Bürgermeister Martin Gudenus, der betont, dass der Gemeinde sehr viel an der Ausrüstung und dem Bestand der FF Bösendürnbach liegt. „Wir müssen aber sehen, dass wir in der Gemeinde fünf Feuerwehren haben, die alle finanziell bedacht werden müssen.“

Der Gemeindechef weist außerdem darauf hin, dass das alte und angeblich nicht mehr reparierbare Feuerwehrauto von der Wehr selbst verkauft worden ist. „Das Fahrzeug war Gemeindeeigentum.“