Dorferneuerungsprojekt bringt Treffpunkt am Wasser. Platz bei Hohenwarther Schwemme soll eine grüne Begegnungszone werden.

Von Günter Rapp. Erstellt am 15. Dezember 2019 (06:13)
Ein Teil der Mitarbeiter des Projektteams „Schwemme Hohenwarth“ mitPlaner Karl Grimm, den Gemeinderäten Gerhard Donner und GeraldGrosschopf sowie Sabine Pavlasek, Bürgermeister Martin Gudenus,Gemeinderat Andreas Trauner, Fritz Hagenbüchl und Manuela Kittinger.
Günter Rapp

Seit Jahren wird über die Schwemme diskutiert, jetzt kann endlich mit der Umsetzung des ehrgeizigen Projekts begonnen werden. In einer Infoveranstaltung hat der Dorferneuerungsverein Hohenwarth in Zusammenarbeit mit Landschaftsplaner Karl Grimm nun Details vorgestellt.

„Wir hatten gute Ideen, brauchten aber Hilfe der Dorferneuerung und NÖ Regional GmbH“, schilderte DEV-Obfrau Sabine Pavlasek. In den vergangenen zwei Jahren wurden mehrere Pläne für den Bereich rund um die Schwemme angefertigt – und großteils wieder verworfen.

„In Ebersbrunn und Zemling sind ähnliche Projekte bereits gelungen“

Das alte Milchhaus und die noch aktive Spritzbrühanlage sind jetzt in die Planung miteinbezogen. Die Spritzanlage bleibt in Betrieb, sie wird von den Weinbauern des Ortes zur Befüllung ihrer Spritzmittelbehälter mit Wasser aus der „kalten Schwemme“ benötigt.

Eine Verlegung der Entnahmestelle sei aus wasserrechtlichen Gründen gar nicht möglich, betonte Pavlasek mehrfach nach Anfragen aus dem Publikum. „Alle sind mit dem Projekt sicher nicht zufrieden, aber so an die 80 Prozent werden es schon sein“, meint die Obfrau. „Wir hoffen aber trotzdem, dass uns alle unterstützen.“

Über die Neugestaltung der „kalten“ und „warmen“ Schwemme sowie der Verkehrs- und Grünflächen berichtete der Landschaftsplaner. Die Parkplätze werden jedenfalls erhalten. Grimm: „Hier werden ein Treffpunkt und Rückzugsplatz für die Bewohner entstehen.“

Die Kostenschätzungen belaufen sich auf 245.000 Euro, wobei Förderungen des Wasserwirtschaftsfonds und der Dorferneuerung sowie Sonderbedarfszuweisungen des Landes lukriert werden sollen. „In Ebersbrunn und Zemling sind ähnliche Projekte bereits gelungen“, zeigte sich Bürgermeister Martin Gudenus zuversichtlich. Gemeinderat Andreas Trauner: „Die Kostenschätzung ist ohne Eigenleistungen. Es kann also billiger werden.“

Nur wenige Fragen kamen von den anwesenden Bürgern. Etwa, wer die Pflege der Grünflächen übernehmen und ob, die am Platz befindliche Platane erhalten werden soll. Die Möglichkeit, den Platz bei der Schwemme auch für den Markt zu verwenden, regte DEV-Obmann-Stellvertreter Fritz Hagenbüchl an. Bereits im März 2020 sollen die Bagger auffahren.