Gudenus im Sommergespräch: „Verkehr belastet Bürger“. Die Beteiligung der Gemeindebürger am öffentlichen Leben ist für Bürgermeister Martin Gudenus ebenso vorrangig wie die Lösung der Schwerverkehrssituation.

Von Günter Rapp. Erstellt am 07. September 2017 (05:27)
Der Kontakt mit seinen Bürgern ist Bürgermeister Martin Gudenus seitAmtsantritt ein wichtiges Anliegen.
Günter Rapp

Martin Gudenus übt das Bürgermeisteramt seit 2015 aus. Zur Halbzeit der Legislaturperiode befragte die NÖN den ÖVP-Kommunalpolitiker nach den bereits umgesetzten Projekten und wollte wissen, was noch alles ansteht.

NÖN: Was hat die Gemeinde zur Halbzeit der Amtsperiode alles vorzuweisen?

Gudenus: Der neue Bauhof in Hohenwarth wurde fertiggestellt, die Modernisierung der Volksschule Mühlbach durchgeführt und gemeinsam mit der Straßenmeisterei Ravelsbach wurde eine Vielzahl an Sanierungsprojekten realisiert: der Verbindungsweg neben der Bundesstraße zwischen Mühlbach und Zemling, die Brücke in Mühlbach mit barreierfreiem Gehsteig, der Regenwasserabfluss in Bösendürnbach und die Nebenanlagen in Ronthal. In Zemling wurde ein Beachvolleyballplatz gebaut und der Tennisverein Mühlbach bietet Jugendaktivitäten. An kulturellen Aktivitäten sind die Manhartsberger Schlosskonzerte in Mühlbach zu nennen. Mit Unterstützung von Privat- und Landesquartieren konnten von 2015 bis 2017 Flüchtlinge in der Gemeinde betreut und in Kindergarten und Volksschule integriert werden. Die Modernisierung der Kommunikation ist durch Gemeinde-Homepage, Facebookseite und die Gem2Go -Bürgerservice App gelungen.

„Umsetzung eines Elektrizitäts-Mobilitätskonzeptes ist angedacht“

Inwieweit sind überregionale Projekte ein Anliegen?

Durch die Klima- und Energiemodellregion Landschaftspark Schmidatal konnte die Straßenbeleuchtung an die EVN ausgegliedert werden. Ein Pionierprojekt ist die Photovoltaikanlage am Bauhof mit Bürgerbeteiligung.

Was soll bis zur nächsten Gemeinderatswahl im Frühjahr 2020 noch alles realisiert werden?

Als großes Straßenprojekt sehe ich die Durchsetzung der Umfahrung Hohenwarth im Zuge des Verbindungsausbaus von S 3 (Hollabrunn), B 4 (Ravelsbach/Ziersdorf) - und S 5 (Fels). In alle Orten sollen Bauplätze geschaffen werden und in Hohenwarth soll eine neue Siedlung am Ortsende Richtung Großriedenthal entstehen. Als Junges und Betreubares Wohnen soll in Mühlbach ein Siedlungswohnbauprojekt umgesetzt werden. Beteiligen wollen wir uns auch an der Aktion „Gesunde Gemeinde“ und der Dorferneuerungsverein Hohenwarth tritt mit der Sanierung des Ortsteichs in die aktive Phase ein. Im Rahmen der Klima- und Energiemodellregion ist die Umsetzung eines Elektrizitäts-Mobilitätskonzeptes angedacht. Das Musikheim in Mühlbach wird erweitert und der Anschluss an die Nahwärmeversorgungsanlage hergestellt.

Wie klappt die Zusammenarbeit mit der SPÖ-Fraktion im Gemeinderat?

Persönlich bemühe ich mich, mit den Mitbewerbern ein gutes Verhältnis zu haben. Der gegenseitige Informationsaustausch funktioniert recht gut, es gibt da keine Probleme. Erfreulich ist auch, dass die meisten Gemeinderatsbeschlüsse einstimmig gefasst werden.

Wenn bald Gemeinderatswahlen wären: Würden Sie sich wieder als Spitzenkandidat der ÖVP und damit als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellen?

Wenn es der Wunsch meiner Parteifreunde ist, werde ich mich gerne weiter zur Verfügung stellen. Voraussetzung ist natürlich, dass es mir auch gesundheitlich möglich ist.

Wenn Sie sich etwas ganz Persönliches wünschen dürften?

Ein großes Anliegen ist es mir, den Schwerverkehr aus den Orten zu verbannen, denn gerade die Verkehrssituation belastet viele Bürger. Ein Wunsch wäre es auch, dass sich möglichst alle Bürger aktiv am Gemeindeleben beteiligen.