Hollabrunn

Erstellt am 09. Januar 2017, 13:50

von NÖN Redaktion

Arbeitsmarkt: Prognosen trafen nicht ein. Ein positives viertes Quartal mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen hat zu einer erfreulichen Jahresbilanz geführt, sagt Hollabrunns AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt.

Hollabrunns AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt.  |  Semrad

Das Arbeitskräftepotenzial habe sich nicht im angenommenen Maß vergrößert. Es gab im Bezirk weniger arbeitsuchende Frauen, Jobsuchende aus dem benachbarten Tschechien und lediglich eine geringe Zahl von Asylberechtigten, die auf den Arbeitsmarkt drängten. Die Arbeitslosenquote 2016 errechnet sich mit 7,4 Prozent und liegt damit deutlich unter dem NÖ-Wert und der Österreich-Quote von jeweils 9,1 Prozent.

Wenn die Konjunkturprognosen halten, müsse jedoch davon ausgegangen werden, dass die Arbeitslosenzahlen 2017 wieder steigen, so Mukstadt. Über das Jahr wird im Bezirk Hollabrunn mit durchschnittlich 1.640 Arbeitslosen gerechnet. „Wir werden mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik alles daran setzen, dass die Prognosen – so wie im Vorjahr – letztlich nicht eintreffen“, betont der AMS-Chef. An der wirtschaftlichen Realität und Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials führe aber kein Weg vorbei.

Indes liefert Mukstadt auch die Leistungsbilanz des AMS Hollabrunn: 5.600 Menschen wurden hier 2016 bei der Jobsuche unterstützt, deren Existenzsicherung durch Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe gewährleistet wurde. In Summe wurden 16,7 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen ausbezahlt.