ATSV-Dilemma: Eckhardt will das Sportressort. Nachdem die Gemeinde die Vereinbarung mit dem ATSV Hollabrunn rund um die Nutzung des Stadions mit sofortiger Wirkung aufgekündigt hat (die NÖN berichtete am Freitag exklusiv), lässt die SPÖ kein gutes Haar am Vorgehen der ÖVP.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 01. Mai 2017 (13:40)
Was aus dem ATSV-Areal im Wald werden wird, nachdem der Fußballverein in sein neues Zuhause in der Aumühlgasse übersiedelt ist, steht noch nicht fest. Laut Finanzstadtrat Schneider gibt es mehrere Optionen. Foto: Sandra Frank
Sandra Frank

Die Begründung, dass der Fußballverein an seiner alten Spielstätte, dem Waldsportplatz, frühere Vereinbarungen missachtet und die Gemeinde geschädigt hat, sei fadenscheinig, meint SPÖ-Klubobmann Alexander Eckhardt.

Es sei seltsam, dass mögliche Unregelmäßigen nicht früher erkannt wurden und er bezweifelt, dass der Vertrag mit dem ATSV ohne Gemeinderatsbeschluss überhaupt rechtswirksam aufkündbar sei. (Das bezweifelt übrigens auch Bürgerlisten-Stadtrat Wolfgang Scharinger.)

SPÖ-Stadtparteiobmann kritisiert indes den Umgang von Sportstadtrat Kornelius Schneider mit Ehrenamtlichen und Freiwilligen in den Vereinen. Er wirft der ÖVP vor, hier ein „Revanchefoul“ an der Opposition wegen des Bauland-Projektstopps am Waldsportplatz zu begehen. Es gehe um persönliche Befindlichkeiten von Stadtrat Schneider, meint Dechant.

„Ich habe bereits geahnt, dass die Streitigkeiten rund um das Platzbenützungsrecht im Hollabrunner Stadion kein gutes Ende nehmen“, erklärt Eckhardt und bietet sich an, dem Sportstadtrat beizustehen und das Sportressort unentgeltlich zu übernehmen – „damit der Hollabrunner Fußball nicht ganz zerstört wird“.

Weitere Reaktionen und Konsequenzen zu diesem politischen und sportlichen Knalleffekt lesen Sie in der Printausgabe sowie im E-Paper Ihrer Hollabrunner NÖN.