Bauer „will Verantwortung“ im Stadtmarketingverein. Fitnesscenter-Chef will mehr in Erscheinung treten, als es der aktuelle Obmann tut. Dieser gibt sich entspannt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:22)
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Sascha Bauer, in Hollabrunn als Unternehmer und Gemeinderat aktiv.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Vereins „Wir in Hollabrunn“ ist es, Maßnahmen zu setzen, welche die Stadt beleben und die Wirtschaftsbetriebe stärken. So soll Hollabrunn als Einkaufsstadt positioniert werden.

Schneider lässt sich nicht einschüchtern

Sascha Bauer ist Unternehmer, ihm gehört das Fitnesscenter „Topbody“ in der Fußgängerzone, welches gerade vergrößert wird. Er ist nicht Mitglied des Vereins. Warum? „Das ist nur ein Abklatsch der Wirtschaftskammer“, so der Hollabrunner. Dass er von dieser nicht viel hält, daraus macht Bauer kein Geheimnis. Trotzdem ist es ihm ein Anliegen, die Stadt voranzutreiben, damit sie wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt. Deshalb erwägt Bauer nicht nur eine Mitgliedschaft bei „Wir in Hollabrunn“, „ich will Verantwortung übernehmen und aktiv helfen“.

Für ihn gibt es nur einen Weg, das auch umzusetzen: „Ich will Obmann von ,Wir in Hollabrunn‘ werden“, sagt er dem bisherigen Obmann Gerald Schneider sozusagen den Kampf an. Denn dieser trete nur sehr wenig in Erscheinung.

Bauer selbst sei der einzige Unternehmer, der wirklich aktiv mit anderen Geschäftsleuten in Kontakt sei. Daher sieht er sich als gute Ergänzung zu Stadtmanagerin Julia Katschnig, die, wie er sagt, sehr gut und sehr analytisch arbeitet. Außerdem sieht Bauer sein Mandat der Bürgerliste „Liste Scharinger“ ebenfalls als Vorteil. Das sei der Beweis, dass er wirklich überparteiliche Interessen vertrete.

Einschüchtern lässt sich „Wir in Hollabrunn“-Obmann Schneider nicht. Er räumt aber ein, dass Bauer ein umtriebiger Unternehmer sei. Darum steht er einer Mitgliedschaft und vor allem Mitarbeit von Bauers Seite sehr positiv gegenüber. Und: „Es ist nicht so, dass ich an diesem Posten kleben bleibe“, könne er sich durchaus vorstellen, das Amt zu übergeben, wenn es jemanden gibt, der es besser machen könnte. Ob das Bauer ist, das sollen künftige Gespräche zeigen.