Hollabrunn

Erstellt am 30. November 2016, 04:05

von Mara Pfaffeneder und Christoph Reiterer

BBC und NBC beim Teufellauf: „Das war der Ritterschlag“. Auf ein noch nie da gewesenes Interesse stieß die Veranstaltung des Dionysos Pass. Selbst NBC und BBC berichteten über das Spektakel in der Innenstadt.

Alex Rausch (r.) hatte bei der anschließenden Party in der Sporthalle allen Grund, happy zu sein. Unten: Die Teufel waren allgegenwärtig.  |  NOEN, Gretel

Dass der Teufellauf ein über die Bezirksgrenzen bekanntes und beliebtes Spektakel ist, war schon vor dem vergangenen Samstag klar. Die Tatsache, dass sich heuer aber auch die New Yorker Nachrichten- und Presseagentur AP für die Veranstaltung in Hollabrunn interessierte und hier filmte, sorgte für ein nie da gewesenes Medieninteresse.

„Wir werden international. Echt geil, was anderes fällt mir dazu auch nicht mehr ein“, jubelte Alexander Rausch, Obmann des Hollabrunner Krampusvereins.

Steampunk-Band präsentierte eigens komponierte Hymne

Etwa 130 Hexen, Perchten und Krampusse von 14 Gruppen aus ganz Österreich zogen Angst und Schrecken verbreitend durchs Stadtzentrum. Rausch vermutet, dass der bisherige Besucherrekord gebrochen wurde. 6.300 „Spendenpickerl“ seien ausgegeben worden, es werden wohl 7.000 bis 8.000 Zuschauer beim teuflischen Inferno gewesen sein.

Musikalisch untermalt wurde die wilde Jagd heuer von der Steampunk-Band „Turm & Strang“, die als Highlight die eigens komponierte Hymne „Dionysos Pass“ präsentierte. Für jene, die nach der Show noch nicht genug hatten, ging die Veranstaltung bei der After Party in der Sporthalle unter dem Motto „From Hell to Heaven“ mit den demaskierten Höllenfürsten in die zweite Runde.

Auch Gäste aus Tschechei seien wieder „Wahnsinn“ gewesen

Erste Ausschnitte des Spektakels wurden noch am Wochenende von NBC News und The Independent veröffentlich. „Es ist ein Wahnsinn, was medial abgeht. Plötzlich ist das explodiert. Der Werbewert für Hollabrunn ist sensationell. Das war der Ritterschlag, ein Erfolg auf allen Linien“, frohlockte Rausch, der sogar eine Nachricht aus Los Angeles erhielt.

Ein Bewohner der US-Metropole träume sei Jahren davon, bei so einem Teufellauf dabei zu sein und will nächstes Jahr nach Hollabrunn kommen.

Auch die Gäste aus der Tschechei seien wieder „ein Wahnsinn“ gewesen, Reisebüros bis Prag haben sich in Hollabrunn gemeldet.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt vorerst nicht. Am Samstag sind die schauderhaften Gestalten des Dionysos Pass in Retz zu bewundern, am 10. Dezember folgt der tradionelle Heimlauf in der Hollabrunner Fußgängerzone. Dann soll bald der Termin fürs nächste Jahr bekannt gegeben werden. Die ersten vier Gruppen haben sich schon wieder angemeldet.