Bahnhof als Eingangstor für eine moderne Stadt. 6,5 Millionen Euro wurden investiert, um den in die Jahre gekommenen Hollabrunner Bahnhof wieder fit zu machen.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 21. September 2016 (04:58)
ÖBB/Christian Zenger
Karl Wilfing, ehe er mit Alfred Holcik und Erwin Bernreiter die offizielle Eröffnung mit dem obligatorischen Scherenschnitt vornahm. Übrigens: Jeder Österreicher fährt im Schnitt 1.425 Kilometer pro Jahr mit der Bahn. Fleißigere Bahnfahrer sind weltweit nur die Schweizer. Foto: ÖBB/Christian Zenger

„Die Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs wurde fit gemacht“, freute sich Bürgermeister Erwin Bernreiter, als am vergangenen Freitag nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit der modernisierte Hollabrunner Bahnhof eröffnet wurde. „Es wurde ihm ein fast völlig neues Gesicht verliehen“, stellte Alfred Holcik, Geschäftsbereichsleiter der ÖBB-Infrastruktur AG, fest.

Investitionen: „Geld, das sich bezahlt macht“

Architektonisch anspruchsvoll, barrierefrei mit drei Aufzügen und einem Blindenleitsystem, eine Erhöhung des Komforts und der Qualität für die Reisenden, Ausstattung nach modernsten Richtlinien: Der neue Bahnhof wurde in höchsten Tönen gelobt.

6,5 Millionen Euro wurden insgesamt investiert, 1,3 Millionen davon vom Land NÖ. „Geld, das sich bezahlt macht“, betonte Holcik und verwies auf die vor Jahren gestartete ÖBB-Bahnhofsoffensive, die vor allem auch für die Wirtschaft enorm wichtig sei und bis jetzt schon tausende Arbeitsplätze geschaffen habe. Bis zum Jahr 2025 sollen österreichweit 270 weitere Bahnhöfe modernisiert werden.

NOEN, NÖN
Geschicktes System: Stadträtin Elke Stifter und Vizebürgermeister Alfred Babinsky checkten die Bike & Ride-Anlage.

Stadtchef Bernreiter unterstrich die hohe Lebensqualität in seiner Gemeinde. Durch weitere Wohnbauten werde die Zahl der Pendler sicher steigen. Ein attraktiver Bahnhof sei deshalb essenziell. Und er dankte den Anrainern und Reisenden für deren Verständnis während der Bauphase. „Ich bin überzeugt, dass unser Angebot verstärkt angenommen wird“, sagte Holcik.

Als Ehrengast war auch Verkehrslandesrat Karl Wilfing erschienen, der betonte, dass die Mobilität entscheidend für die Lebensqualität, für die regionale Entwicklung sowie für die wirtschaftliche Situation einer Stadt sei. Der Bahnhof sei das Eingangstor für Touristen und sollte deshalb so attraktiv wie möglich gestaltet sein. Mit der Entfernung eines Gleises im Sommer 2017 sei das Hollabrunner Projekt dann endgültig abgeschlossen. Wilfing schmunzelnd: „Ich wünsche, dass es gelingt, das Leben in vollen Zügen zu genießen.“