Campus-Projekt noch in der Planungsphase. Finanzstadtrat Kornelius Schneider erklärt, warum es für Details noch zu früh ist und was noch genau überlegt wird.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 14. Mai 2015 (06:35)
NOEN, zVg
Was kann sich Hollabrunn leisten? Die Antwort darauf muss Kornelius Schneider geben.
Im Verkehrskonzept, an dem in der Bezirkshauptstadt gerade gefeilt wird, wird auch schon der geplante Bildungscampus am Messegelände berücksichtigt. Eine Anfrage von SPÖ-Gemeinderätin Elke Stifter, die in der jüngsten Gemeinderatssitzung über Details zu dem Projekt informiert werden wollte, wurde von der Mehrheit dennoch zurückgewiesen.

„Es hat alles seine finanzierbaren Grenzen“

„Es laufen die Verhandlungen im Hintergrund, für Details ist es aber noch zu früh“, erklärt ÖVP-Finanzstadtrat Kornelius Schneider. Ziel sei es weiterhin, im Herbst den Architektenwettbewerb zu starten. Mit den Förderstellen des Landes und den Schulbehörden herrscht Einigkeit.

Dennoch seien noch Fragen offen - zum Beispiel jene, unter welchen Modalitäten man jene benötigten Flächen bekommt, die nicht der Gemeinde gehören.

Das betrifft vor allem die Fleischerschule, deren Bestand auch Auswirkungen auf die Privat-HTL für Lebensmitteltechnologie hat. „Es hat alles seine finanzierbaren Grenzen. Wir sind noch dabei, zu evaluieren: Was können wir uns leisten? Was wollen wir uns leisten?“, sagt Schneider.

„Jedes Zimmer mehr kostet eine Unsumme“

Schülerzahlen werden noch erhoben. Auch eine Bedarfserhebung für das ZIS (Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik, vormals SPZ) steht noch an. Schließlich sollen die neuen Schulen nicht gleich beim Einzug zu klein sein.

„Jedes Zimmer mehr kostet eine Unsumme“, weiß der Finanzstadtrat, der betont, hier kein luxuriöses Prestigeprojekt aus dem Boden stampfen zu wollen. Der Nutzen zähle.

Ideal wäre es, auch die Musikschule am Bildungscampus einzugliedern. Das frei werdende Areal in der Brunnthalgasse soll an einen Bauträger verkauft werden.