Die „Auferstehung“ der Bühnen-Truppe

Mastermind Gerhard Hofbauer vom Hollabrunner Theaterverein kündigt Inszenierungen 2022 an. Start im April mit „Es war die Lerche“.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:18
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Waren das noch himmlische Theaterzeiten anno 2018, als der Verein mit dem Musical „Der Mann von La Mancha“ Triumphe feierte.
Foto: Hollabrunner Theaterverein

„Der Hollabrunner Theaterverein wird sich nach langer Pause im Jahr 2022 kräftig zurückmelden und zwei Inszenierungen vorbereiten“, kündigt das künstlerische Mastermind, Gerhard Hofbauer, mit Stolz und vor allem großer Vorfreude an. Die Saison beginnt am 22. April 2022 mit der Premiere des heiteren Trauerspiels „Es war die Lerche“ des israelischen Satirikers ungarischer Herkunft Ephraim Kishon.

Im Oktober können die treuen Stammzuseher ihre Truppe wieder in ihrer Paradedisziplin erleben, nämlich in der Kriminalkomödie „Beiß die Zähne zusammen“ von Michael Pertwee. Eine Alarmanlage, die zur Unzeit Alarm gibt; ein Wohnungsinhaber, der für einen Einbrecher gehalten wird; ein Juwelier, der, um einen geplanten Seitensprung zu vertuschen, den Namen seines Kompagnons benutzt; eine vor ihrem eifersüchtigen Mann zitternde Ehefrau; ein gestohlenes Auto und verschwundene Diamanten – das sind die turbulenten Zutaten des Lustspiels, in dem sich vor allem die jungen Kräfte des Theatervereins ab 14. Oktober präsentieren werden.

„Als hätte es nie eine Pause gegeben“

„Alle freuen sich, wenn endlich der Lappen wieder hochgeht“, so der Jubelschrei Hofbauers, den die NÖN nach der langen Zeit der Bühnenentbehrung zu einem Gespräch über die Moral in der Truppe, das Gefühl der Vorfreude und das in das Publikum gesetzte Vertrauen bat.

NÖN: Wie leicht oder schwer war es in der langen Pandemiezeit, die sprichwörtliche Moral in der Truppe hochzuhalten?

Gerhard Hofbauer: In der langen Pandemiezeit hatte das Ensemble kaum Kontakt, sodass ich schon fürchtete, meine wunderbare Truppe zerrinnt mir zwischen den Fingern. Doch mit meinen Ideen für 2022 habe ich sofort alle wieder mit Begeisterung auf den Plan gerufen, als hätte es nie eine Pause gegeben.

Können Sie die Vorfreude, dass der „Lappen“ bald wieder hochgeht, beschreiben?

Hofbauer: Wir hatten vor wenigen Tagen unsere erste Probe für Kishons „Es war die Lerche“ und die köstlichen Ideen und Vorschläge aller Beteiligten nahmen kein Ende. Nach drei harten Stunden meinte einer: „Wir stehen erst am Anfang, aber im Wissen, dass sich der Lappen wieder heben wird, werden wir arbeiten wie die Berserker.“

Wie stark ist Ihr Vertrauen in das (Stamm-)Publikum des Theatervereins?

Hofbauer: Wenn nur die Hälfte derer, die mich freudestrahlend auf die Auferstehung unserer Truppe ansprechen, eine Aufführung besuchen, ist mir um die Zukunft des Hollabrunner Theatervereins nicht bange. Die Gunst des Publikums verliert man nicht, wenn man pausieren muss, sondern nur, wenn man Fehlleistungen liefert. Und diese wollen wir tunlichst vermeiden!