Teufellauf-Jubiläum war teuflisch gut

Erstellt am 29. November 2022 | 10:41
Lesezeit: 4 Min
Alexander Rausch, Obmann des Krampusvereins „Dionysos Pass“, freute sich zum 20er über tausende begeisterte Besucher.
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„Das war eines Jubiläums mehr als würdig.“ Müde, aber happy hob Alexander Rausch am Montag vom Telefon ab und zog für die NÖN eine erste Bilanz. Einige tausend Besucher hatten die Hollabrunner Innenstadt gestürmt, um die 120 Perchten und Hexen aus fünf Bundesländern sowie aus Tschechien in Aktion zu erleben.

„Ob Zuschauer oder Gruppen – wir hatten noch nie so ein positives Feedback. Wenn dir andere Gruppen sagen, dass das eine der besten Veranstaltungen überhaupt ist, dann ist das Balsam für die Seele“, sagt Rausch. Keine einzige Beschwerde im Zusammenhang mit dem Event sei zu ihm vorgedrungen. Die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen machten sich bezahlt. Nur einen aggressiven Gast musste er selbst des Geländes verweisen.

"Cooler Spirit" im Krampus-Team

Die Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen habe bestens funktioniert und für sein Team hatte der Obmann ohnehin nur höchstes Lob: „Was wir da gemeinsam auf die Beine gestellt haben – einfach ein cooler Spirit.“ Der große Besucheransturm hatte sicher auch damit zu tun, dass es zwei Jahre keine Veranstaltung gab: „Die Leute wollen raus.“

Internationale TV-Beiträge – bis nach Indien! – seien freilich eine super Werbung für Hollabrunn. Nicht fehlen durften auch heuer vier Stammgäste aus Los Angeles. „Sie haben gesagt, dass sie nächstes Jahr wiederkommen und noch mehr Freunde mitfliegen wollen“, erzählt Rausch und resümiert: „Wir machen derzeit Gott sei Dank sehr viel richtig. Ohne die Hilfe der Stadtgemeinde und der HoMaG wäre das aber nicht möglich.“

Hinter jeder Maske steckt ein Mensch

Die Teufelsausrüstung präsentierte der Krampusvereinsobmann kurz vor dem Teufellauf übrigens auf Einladung von Doris Graf auch der 4A-Klasse in der Volksschule Koliskoplatz. „Ich habe den Kids gezeigt, dass sich hinter jeder Maskerade ein Mensch verbirgt, und mit ihnen darüber gesprochen, woher der Krampus überhaupt kommt und was der Unterschied zwischen Krampus und Perchten ist.“ Ins mitgebrachte Kostüm durften die ganz mutigen Kinder gleich hineinschlüpfen.

Nach einem Auftritt im tschechischen Polná – ein EU-Programm mit der tschechischen Krampusgruppe Vysočina – und Hollabrunn warten nun auf die Dionysos Pass noch Läufe in Oberwaltersdorf (3.12.) und Stockerau (4.12.) sowie der traditionelle Heimlauf in Hollabrunn. Mit dem Nikolaus sind die Kramperln auch unterwegs – „ausgebucht“, so Rausch. 

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