Eislaufplatz-Projekt lag länger auf Eis, als erwartet

Eigentlich sollte am Hollabrunner Freizeitareal im November alles fixfertig sein. Nun ist aber wirklich ein Ende der Arbeiten in Sicht.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
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Hadert mit der verzögerten Vergrößerung der Eisfläche: SPÖ-Stadtrat Friedrich Dechant hinter Absperrband.
Foto: Sandra Frank

300 Besucher tummelten sich am Sonntag auf der Kunsteisbahn, sehr zur Freude der Betriebsleitung. Weniger Freude bereitet die Verzögerung der Erweiterung der Kunsteisbahn, die sich im alten Jahr nicht mehr ausgegangen ist. Nächste Woche sollten die Arbeiten an den Banden aber abgeschlossen sein.

„Der einzige Grund für die Verzögerung ist, dass der Bandenbauer aus Tschechien mit der Materialbeschaffung in Verzug ist und auch Covid-bedingte Ausfälle hatte“, erklärt ÖVP-Sportstadtrat Kornelius Schneider. „Die Firma produziert nicht alles selbst und es gab Schwierigkeiten in der Lieferkette“, ergänzt Betriebsleiter Karl Schörg, betont aber: „Wir haben für den Publikumslauf das Optimum herausgeholt.“

„Weihnachtsbotschaft“ traf leider nicht ein

SPÖ-Stadtrat und Vereinsfunktionär Friedrich Dechant hadert trotzdem damit, dass immer noch kein meisterschaftstauglicher Platz zur Verfügung steht. Das Baustellenmanagement der Gemeinde sei „eine Katastrophe“ gewesen, meint er.

„Ich hätte nichts gesagt, wenn ich nicht in der Weihnachtszeitung der Gemeinde gelesen hätte, dass die Bande in den Ferien fertiggestellt wird. Man hat hier anscheinend vergessen, das Jahr dazuzuschreiben“, sagt Dechant, betont aber, dass die Arbeiter und Eismeister die geringste Schuld treffe: „Die sind sehr bemüht, alles nach Kräften hinzubekommen.“

Der SPÖ-Stadtparteichef meint, dass zu spät mit den Umbauarbeiten begonnen wurde. Dem Tennisverein hätte man schon früher zwei neue Plätze errichten können. Außerdem sei das Kühlaggregat für die neue Fläche – ohne Absprache mit der tschechischen Firma – schlecht platziert worden, wodurch weitere wertvolle Zeit draufgegangen sei.

„Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen“, entgegnet Schörg. Es habe im Vorfeld unzählige Verhandlungen gegeben und es sei immer klar gewesen, dass der Tennisverein im Sommer noch seine Meisterschaften durchführt, bevor der Umbau startet. Das Aggregat habe man aufgrund der Stromzufuhr nicht anders platzieren können. „Es hat alles seine Gründe. Das Baustellenmanagement krempelt die Ärmel hoch und tut sein Bestmögliches“, zwinkert der Betriebsleiter und spricht seinen Eismeistern ein großes Lob für ihre Arbeit aus. Mit dem Eishockeyverein sei man ohnehin im ständigen Austausch.

„Für die Eishockeyspieler tut es mir leid, dass sie die Fläche noch nicht in vollem Ausmaß verwenden können“, bekräftigt Schneider. Man habe aber alles Menschenmögliche gemacht, vergünstigte Tarife angeboten sowie einen Nachlass auf die Pacht beschlossen, um gegenzusteuern.

Die Eislaufsaison läuft, je nach Witterung, zumindest bis Ende Februar. Schulklassen nutzen die Möglichkeit für Turnunterricht im Freien, wie Schörg zufrieden feststellt.

Übrigens: Bei der geplanten Sanierung des Kunstrasenplatzes will sich Dechant verstärkt einbringen, „um weitere Bauchlandungen im Sportbereich zu verhindern“.