Explosion in Einfamilienhaus: Frau (37) schwer verletzt. In Aspersdorf in der Gemeinde Hollabrunn hat sich am Mittwochvormittag eine Explosion ereignet. Eine Frau und ihr Hund wurden dabei schwer verletzt!

Von Sandra Frank und Redaktion, APA. Update am 20. September 2017 (15:04)

Große Aufregung am Mittwochvormittag in Hollabrunn: Eine heftige Explosion war in weitem Umkreis zu spüren und hören. Es handelte sich um eine Hausexplosion in der Katastralgemeinde Aspersdorf.

Opfer erlitt schwere Verbrennungen

Wie Feuerwehrsprecher Franz Resperger zu Mittag mitteilte, dürfte das Opfer der Explosion in Aspersdorf in der Gemeinde Hollabrunn schwere Verbrennungen erlitten haben. Die Frau wurde demnach mit dem Notarzthubschrauber "Christophorus 2" ins AKH Wien geflogen. Sie sei ansprechbar gewesen. 

Die 37-Jährige bewohnte das Einfamilienhaus nach Polizeiangaben gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten. Der Partner war zum Unglückszeitpunkt nicht daheim.

Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich auch ein Hund im Gebäude - er wurde mit schweren Verbrennungen in eine Tierklink gebracht.

Gas in Kanalisation: Ganzer Straßenzug evakuiert

„Es hat einen Knaller gemacht, das ganze Haus hat gewackelt“, schildert ein Nachbar. Ganze Mauerteile flogen meterweit durch die Luft, einzelne Trümmer bis zu 100 Metern weit. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte aus - sechs Feuerwehren waren im Einsatz. Beim Eintreffen der Helfer schlugen noch Flammen aus dem völlig zerstörten Haus. Diese konnten rasch mit drei Löschleitungen von Atemschutztrupps unter Kontrolle gebracht werden.

Zunächst wurden die angrenzenden Häuser, danach der gesamte Straßenzug evakuiert und von der EVN vom Gas-Netz genommen. „Gas war keines im Haus“, berichtete Ortsvorsteher Karl Riedmayer. Bei weiteren Messungen seitens der Feuerwehr und EVN konnte jedoch Gas in der Kanalisation festgestellt werden - daraufhin wurde der Absperrbereich erneut erweitert.

Die Ursache der Explosion war vorerst nicht bekannt. Die Polizei ermittelt. Insgesamt standen 52 Feuerwehrmitglieder mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Sechs Atemschutztrupps wurden eingesetzt. Ebenfalls im Einsatz: vier Fahrzeuge des Roten Kreuzes, der Notarzthubschrauber Christophorus 2, fünf Streifen der Polizei und die EVN.