FP-Lausch enttäuscht von Kanzler Kurz. „Ich bin sehr enttäuscht, aber es war zu erwarten“, meint der Freiheitliche Christian Lausch in einer ersten Reaktion, nachdem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Pressekonferenz bekannt gab, dass er Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen mit der Entlassung von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) beauftragt habe.

Von Sandra Frank. Erstellt am 20. Mai 2019 (19:59)
Parlamentsdirektion/PHOTO SIMONIS
Christian Lausch

Warum der Kanzler den „erfolgreichsten Innenminister aller Zeiten, der alles umgesetzt hat, was er im Wahlkampf versprochen hatte“, loswerden will, kann Lausch nicht nachvollziehen. Skandale habe es innerhalb der ÖVP ebenso gegeben, in einer Zeit als Justiz- und Innenministerium in schwarzer Hand gewesen sind. „Der Innenminister wurde da aber nie ausgetauscht.“

Dass die Freiheitlichen Minister nach Kickls Rauswurf nun auch die Regierung verlassen, war für den Nationalratsabgeordneten eine logische Folge: „Wir mussten ein Zeichen setzen. Die Erpressung ist nicht gelungen.“ Statt der blauen Minister sollen laut Kurz Experten und Spitzenbeamte bis zu den Neuwahlen zum Einsatz kommen. Der Nationalratsabgeordnete ist sicher:  „Das werden schwarze Superbeamte sein. Dann ist wieder alle Macht in den Händen der ÖVP.“