Grüne zu Stadt-Teich: Algen wachsen zu schnell. Der Landschaftsteich in der Hollabrunner Robert Löfflerstraße ist voller Algen, auch der Kneipp-Weg sei derzeit mit Vorsicht zu genießen, meint Denis Thompson. Die Stadtgemeinde kontert: Es handelt sich um ein Stück Natur.

Von Sandra Frank. Erstellt am 14. Juni 2019 (13:50)
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Weil Schatten fehlt und die Wassertemperatur so zu warm ist, ist der Landschaftsteich in der Robert Löfflerstraße voller Algen.

„Es ist dort herrlich, ein erholsamer Platz in der Natur“, schwärmt Denis Thompson, Gemeinderat der Grünen, von seinem letzten Besuch beim Teich neben dem Pfadfinderheim. Die Frösche quaken, Libellen schweben, eine Ringelnatter schwimmt im Wasser.

Dennoch ortet der Kommunalpolitiker ein gravierendes Problem: „Durch fehlenden Schatten wird das Wasser zu warm. Durch noch nicht ergründete Reichhaltigkeit an Nährstoffen können sich Fadenalgen viel zu schnell vermehren“, weiß Thompson.

Das zeigte sich beim Kneipp-Weg, der derzeit nur mit größter Vorsicht verwendet werden könne. „Man sieht nicht, wohin man seine Füße setzt. Die Wasseroberfläche wächst rasant zu“, berichtet der Grüne.

Umwälzpumpe und natürlicher Schatten sollen Wassertemperatur senken

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Der Kneipp-Weg ist ebenfalls voller Algen, man sieht nicht, wo man hintritt.

Darum bat er Thomas Bauer, Leiter der Stadtwerke, mit ihm gemeinsam den Landschaftsteich zu besichtigen. Dieser kündigte die Installation einer Umwälzpumpe an, die die Wassertemperatur senken soll. Für den Herbst sei geplant, Bäume entlang des Wassers zu setzen, damit auch natürlicher Schatten entstehe. Das Teichwasser solle ebenfalls analysiert werden.

„Der Teich ist kein Swimmingpool, sondern natürlicher Lebensraum, in dem sich Pflanzen und Tiere entwickeln dürfen“, lässt die Gemeinde indes in einer Aussendung wissen, dass es sich bei dem Areal in der Robert Löfflerstraße eben um ein Stück Natur handle. Auch wenn es Beschwerden gebe, viele Menschen fänden es sehr spannend, mitten in der Stadt Ringelnattern, Frösche und große Libellen in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten.

„Eine Insel der Biodiversität, wie sie wertvoller nicht sein könnte“, befinden die Verantwortlichen der Stadtgemeinde.