Bürger beteiligen sich am Strom. Hollabrunn erkundigte sich in Obritz, welche Vorteile Bürgerbeteiligungsprojekte haben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. August 2019 (03:22)
eNu
Setzen auf Bürgerbeteiligung bei Photovoltaik-Anlagen (v.l.): der Hadreser Vizebürgermeister Karl Schnitzer und Bürgermeister Karl Weber, eNu-Regionalleiterin Regina Engelbrecht sowie Hollabrunns Stadtrat Josef Keck und Bürgermeister Alfred Babinsky.

Die beiden Gemeinden Hollabrunn und Hadres wollen Energievorreiter sein. Ein entscheidender Erfolgsfaktor: Beide binden in Energie- und Umweltfragen die Bürger ein.

Hollabrunns Bürgermeister Alfred Babinsky und Umweltstadtrat Josef Keck trafen ihre Amtskollegen aus Hadres, Bürgermeister Karl Weber und Vizebürgermeister Karl Schnitzer, um sich über das Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsprojekt in Obritz zu informieren. Die PV-Anlage auf dem Dach der Obritzer Feuerwehr wurde durch Beteiligung der Mitglieder der Feuerwehr und des Sportvereins finanziert.

„Als e5-Gemeinde wollen wir Vorbild sein“

Wie das genau abläuft, wurde den Hollabrunnern erklärt. „Klimaschutz bewegt uns in Hollabrunn. Als e5-Gemeinde möchten wir ein Vorbild für die Bevölkerung sein und Strom mittels Sonnenkraft selbst erzeugen und verbrauchen“, sagt Babinsky. Für seinen Amtskollegen Weber ist das Bürgerbeteiligungsmodell ganz klar ein erfolgreiches: „Nicht nur, dass sich knapp 100 Personen beteiligt haben. Es ist auch schon zu sehen, dass bei der Stromnutzung bewusster nachgedacht wird, um den selbst produzierten Strom effizient zu nutzen.“

Damit die Stromerzeugung auch für alle Bürger gut sichtbar ist, wurde eine Anzeigetafel installiert, auf der die Energieproduktion der Obritzer Photovoltaikanlage gut ersichtlich ist.

Hollabrunn wird ebenso von der Energie- und Umweltagentur (eNu) des Landes begleitet werden wie Hadres. „Durch ein Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsprojekt können Bewohner, die keine Dachfläche für eine eigene Anlage zur Verfügung haben, den Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen unterstützen“, erklärt eNu-Regionalleiterin Regina Engelbrecht die Vorzüge der Idee.

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