HLW-Lehrerin Fiedler ist stolz auf die Schüler. Alexandra Fiedler wird vom ehemaligen Hollabrunner Schüler Abdullah Hosaini über die schulischen Erfolge informiert.

Von NÖN Redaktion und Ulrike Grünauer. Erstellt am 07. April 2021 (04:51)
Attestiert Abdullah „100 Prozent Einsatz“: Lehrerin Alexandra Fiedler.
privat, privat

27.000 Menschen unterzeichneten eine von HLW-Schülerinnen initiierte Unterschriftenaktion gegen die drohende Abschiebung ihres ehemaligen Klassenkollegen, die sogar von Influencern in den Sozialen Medien unterstützt wurde. Mehr dazu hier: 

Alexandra Fiedler war von 2016 bis 2018 Abdullah Hosainis Deutschlehrerin: Erst in der Flüchtlingsklasse, einer Kooperation von HLW, HAK und HTL, später in der HLW Hollabrunn.

NÖN: Haben Sie noch Kontakt zu Abdullah Hosaini?

Alexandra Fiedler: Es besteht loser Kontakt. Besonders über die schulischen Erfolge, die Abdullah mir mitteilt, freue ich mich.

Wie denken Sie darüber, dass einem jungen Flüchtling, der gut integriert ist und kurz vor dem Abschluss seiner Lehre steht, die Abschiebung droht?

Fiedler: Wenn man, wie in diesem Fall, in die Schule geht, eine Lehre schafft und dafür in ein anderes Bundesland zieht, dann sollte man auch hierbleiben dürfen.

Was sagen Sie zum Engagement Ihrer Schüler, die auf eigene Faust eine Petition gegen die Abschiebung gestartet haben?

Fiedler: Ich bin sehr stolz! Gemeinsam haben wir überlegt, wie man noch mehr Leute aufmerksam machen könnte, aber die Schülerinnen haben das ganz alleine geschafft und super gemacht!

Wie würden Sie Abdullah Hosaini beschreiben?

Fiedler: Als sehr engagiert und stets freundlich. Egal, was auf ihn zukommt, er tritt allem positiv entgegen. Weil er so motiviert ist und immer 100 Prozent gibt, hat man ihm gerne geholfen. Er wollte hier ein neues Leben starten und diese Chance nutzen. Man merkt, dass er das unbedingt möchte.