Interessantes bei Info- und Filmabend zum fairen Handel. Zwei Hollabrunnerinnen schilderten im Pfarrzentrum, wie und warum der faire Handel tatsächlich Früchte trägt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 29. Oktober 2017 (06:05)
Herwig Reidlinger
Ein Abend im Zeichen des Fair Trade-Kaffees: Hermi Tribelnig (l.) begrüßte Ramona Haftner vom Weltladen, die von ihrer Reise zu Kaffeebauern in Uganda berichtete, und Maria-Elisabeth Reidlinger (r.), die die World Vision-Dokumentation „Dukale’s Dream“ mitbrachte und über den Tätigkeitsbereich der Hilfsorganisation erzählte.

Ein Missionar und Kriegsreporter schickte jeden Monat fünf US-Dollar nach China, damit einem kleinen Mädchen, das kein Zuhause hatte, geholfen werden konnte. Diese Geschichte, die Maria-Elisabeth Reidlinger im Pfarrheim erzählte, war der Grundstein zur Gründung der Hilfsorganisation World Vision.

Der Grundgedanke besteht auch noch 67 Jahre nach der Gründung: die Lebensumstände von Kindern und Familien zu verbessern. Allerdings habe sich das Aufgabengebiet verbreitert: Die Katastrophenhilfe in und um Syrien, aber auch in Myanmar oder Bangladesch nennt Reidlinger als Beispiel.

Den eigenen Kindern Bildung ermöglicht

Der Grund ihres Besuchs in ihrer Heimatstadt war die vom Katholischen Bildungswerk und dem Hollabrunner Weltladen organisierte Vorführung der World Vision-Doku „Dukale’s Dream“. Dukale ist Kaffeebauer in Äthiopien, der Besuch von Hollywood-Star und World Vision-Botschafter Hugh Jackman bekommt. Er konnte keine Schule besuchen, weil er seinem Vater, ebenfalls Kaffeebauer, helfen musste. Dieses Schicksal wollte er seinen eigenen fünf Kindern ersparen. Durch World Vision gelang es.

„Der Film zeigt, dass fair gehandelte Produkte den Menschen vor Ort wirklich etwas bringen“, berichtet Reidlinger. Das bestätigte Romana Haftner vom Weltladen. Sie besuchte Kaffeebauern in Uganda, wo der Jambo-Kaffee angebaut wird, der im Weltladen verkauft wird.

Und weil an diesem Abend so viel von fair gehandeltem Kaffee erzählt wurde, wurde dieser natürlich – gegen eine freie Spende – auch ausgeschenkt. Der Erlös geht an World Vision.