Jubiläum zeigt Frauenleben am Land von 1989 – 2019. 30 Jahre wird das Frauensberatungs- und Bildungszentrum "Frauen für Frauen" in Hollabrunn. Gefeiert wird am 11. April.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 05. April 2019 (15:26)
Ursula Hein ist Geschäftsführerin von "Frauen für Frauen". Bei der Jubiläumsfeier wird sie viele prominente Gäste begrüßen und eine Podiumsdiskussion moderieren.
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Sein 30-jähriges Bestehen feiert das Frauenberatungs- und Bildungszentrum „Frauen für Frauen“ am 11. April in Hollabrunn mit einem Tag der offenen Tür und einer Tagung unter dem Titel „Frauenleben am Land 1989 – 2019“.

Bei freiem Eintritt startet das Programm um 12.30 Uhr mit einem Vortrag von Psychotherapeutin Leonore Lerch. Die Vorsitzende des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie spricht über die Meilensteine der Frauenberatung in den letzten 30 Jahren.


Expertinnen sprechen über das Frauenleben am Land

Weitere Expertinnen, die das Thema beleuchten, sind Margit Schönbauer, Beraterin im Autonomen Frauenzentrum Linz (13.30 Uhr, „Die Zukunft der Frauenberatung“), Elisabeth Aufhauser, Humangeographin an der Universität Wien (14.30 Uhr, „Frauenleben in Niederösterreich im Wandel“) sowie Gertrude Eigelsreiter-Jashari vom Zentrum für Migrationsforschung (15.30 Uhr, „Frauen am Land. Ergebnisse der UN-Frauenstatuskommission 2018“).

Zur Abendveranstaltung, die im Anschluss stattfindet und mit einem Film über 30 Jahre „Frauen für Frauen“ in Hollabrunn eingeleitet wird, haben sich AMS-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich sowie die Landesrätinnen Ulrike Königsberger-Ludwig und Christiane Teschl-Hofmeister angekündigt; Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß richtet eine Videobotschaft an die Gäste.

Podiumsdiskussion zum Jubiläum

„Frauen für Frauen“-Geschäftsführerin Ursula Hein wird eine Diskussion zum Frauenberatungsjubiläum moderieren. Am Podium: Elisabeth Eckhart von der Frauenberatung Waldviertel, Vorsitzende Klaudia Frieben vom Österreichischen Frauenring, Christian Berger als Sprecher des Frauenvolksbegehrens, Männerberatung-Leiter Jonni Brem sowie Gundi Dick, Mitbegründerin und Politikwissenschafterin.

Den Frauentag im März hatten die Frauen- und Mädchenberatungsstellen zum Anlass genommen, auf die Bedeutung der Gewaltprävention und des Schutzes von Frauen im Rahmen ihrer Arbeit hinzuweisen. Vorrangig sei, den betroffenen Frauen die Sicherheit zu vermitteln, dass – was auch immer von den Tätern als Gründe genannt werden – Gewalt niemals in Ordnung ist. Diese Stärkung des Selbstbewusstseins und die Erkenntnis, nicht allein mit Problemen zu sein, ermögliche es vielen Frauen erst, die Kraft zu finden, sich ein gewaltfreies Leben zu schaffen. 

Aufgrund der Regionalität und der Vernetzung mit allen anderen wichtigen sozialen Einrichtungen ist rasche und unbürokratische Unterstützung gewährleistet.