Entwicklungshelferin: Noch nie flossen so viele Tränen. Christine Sailer-Weber aus dem Bezirk Hollabrunn über jüngsten Aufenthalt in Kenias zweitgrößter Stadt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 10. April 2021 (04:16)
Christine Sailer- Weber umringt von ihren Schützlingen, dies ie nur ungern wieder in ihre Hollabrunner Heimat ziehen lassen.
privat, privat

„Nach überstandener Quarantäne und erneutem Covid-Test bin ich seit Donnerstag endlich frei“, berichtete Christine Sailer-Weber vor der Osterwoche. Zwei Monate war sie einmal mehr als Entwicklungshelferin in Mombasa im Einsatz und resümiert: „Es war eine besonders erfüllende Zeit mit den Kindern in der Nyota Ing’arayo School. Wir sind als Familie zusammengewachsen. Noch nie sind beim Abschied so viele Tränen geflossen.“

Es mache sie demütig, den wertschätzenden Umgang miteinander erleben zu dürfen, sagt die Hollabrunnerin. Wie immer sorgte sie für ausreichend und gesundes Essen für fast 300 Kinder. Und sie schöpfte darüber hinaus ihr Hilfsbudget voll aus: „Wir brauchten neues Geschirr in der Küche, Hefte und Bleistifte für ganz besonders arme Kinder, Bücher, Schuluniformen, Rucksäcke und zu guter Letzt Springschnüre für die Sportstunden“, erzählt Sailer-Weber und schmunzelt: „Christine spielte Feuerwehr.“

„Es war eine besonders erfüllende Zeit mit den Kindern in der Nyota Ing’arayo School. Wir sind als Familie zusammengewachsen.“ Christine Sailer-Weber

Es sei unendlich schön, mitzuerleben, was schon Kleinigkeiten bewirken. Und natürlich gab es ein Abschlussfest mit Ballons und Kuchen, während das Coronavirus in der wichtigsten Hafenstadt Ostafrikas nur ein untergeordnetes Thema ist. Da machte der Entwicklungshelferin mehr die übliche März-Hitze zu schaffen. Freunden, Sponsoren und Unterstützern, die sie seit elf Jahren begleiten und den Hilfseinsatz ermöglichen, gelte ihr ganzer Dank. Und: „Mein besonderer Dank gilt diesmal meinem Mann, der mich in dieser schwierigen Zeit reisen ließ, um das zu tun, was mir so viel bedeutet. Es war das wunderbarste Geburtstagsgeschenk.“