Lagerhaus feierte sein Team. Positive Zahlen, Strategie-Prozess und intensive Mitarbeiter-Suche bei der „Kraft am Land“. Insgesamt rund 675 Mitarbeiter zählt das Lagerhauses Hollabrunn-Horn.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 11. September 2021 (04:42)
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Im Lagerhaus-Festzelt: LAK-NÖ-Präsident Andreas Freistetter, Helmut Raunig (RWA), Betriebsrat Franz Sigl, Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Boigenfürst, Betriebsrat Helmut Gessl, Obmann-Stellvertreter Gerhard Ratsch, Obmann Johann Rohringer, Obmann-Stellvertreter Martin Müllner sowie die Geschäftsführer Rudolf Grubauer und Josef Sieber (v.l.).
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2,5 Millionen Euro wurden in den neuen, top-modern ausgebauten Lagerhaus-Standort in der Gschmeidlerstraße investiert, womit hier nun die gesamte Verwaltung zusammenläuft. Sehr zur Zufriedenheit von Geschäftsführer Josef Sieber, der am vergangenen Donnerstag die Besucher des Mitarbeiterabends durch das neue Schmuckkästchen samt Panoramasaal führte.

Aus allen Himmelsrichtungen strömte die Belegschaft des insgesamt rund 675 Mitarbeiter starken Lagerhauses Hollabrunn-Horn herbei. Die Festredner verliehen ihrer Freude Ausdruck, dass nach der erzwungenen Absage im Vorjahr nun der 14. Mitarbeiterabend durchgeführt werden konnte. Großen Applaus gab es in diesem Zusammenhang für Heinrich Löschnig, der für die erfolgreiche Umsetzung der Corona-Maßnahmen im Betrieb sorgte.

Ohne Personal geht nichts

„Es freut mich, dass alle an einem Strang ziehen“, betonte Obmann Johann Rohringer. „Nur durch die Mitarbeiter ist der Betrieb das, was er nach außen verkörpert“, hob Stadtrat Lukas Niedermayer den Stellenwert der Belegschaft ebenso hervor wie Betriebsratsvorsitzender Helmut Gessl: „Wir sind tadellos unterwegs, aber schauen wir auf unser Personal, denn ohne Personal geht nichts.“

Das Mitarbeiterfest sei ein Zeichen der Wertschätzung, fördere die Motivation und das Teambuilding, betonte Landarbeiterkammer-Präsident Andreas Freistetter. Er lobte die nachhaltigen Arbeitsplätze und die Entwicklung des Lagerhauses und meinte zu den Mitarbeitern: „Ihr seid die Eckpfeiler für einen tollen Betrieb.“

Geschäftsführer Rudolf Grubauer berichtete von einer mengenmäßig durchschnittlichen Ernte. „Da sind wir im Vergleich der letzten fünf Jahre mittendrin.“ Wichtig sei aber: Die Qualität passt! Die Hagelschäden von Ende Juni schlagen sich in den Werkstätten entsprechend nieder.

Geschäftsführer Josef Sieber sprach die starke finanzielle Ausstattung des Lagerhauses an, die es möglich machte, gewisse Materialien zu bunkern, bei denen es zuletzt zu Lieferengpässen kam. Im Zuge des Zu- und Umbaus des Verwaltungsgebäudes konnte ein Volumen von 600.000 Euro mit eigenen Betrieben abgedeckt werden. Und: Die Auftragsbücher seien voll.

Drittel des Umsatzes im Gartenbereich

Ein Drittel des Gesamtumsatzes entfalle auf den Gartenbereich. Die mit regionalen Partnern bestückte Schiene „Kostbares Weinviertel“ wachse gigantisch. Insgesamt seien die Marktanforderungen komplexer geworden, berichtete Sieber von einem neu initiierten Strategieprozess und einer Konzentration auf die Bauleistung, um „fit für das Leben und die Wirtschaft nach Corona“ zu sein.

„Eine starke Leistung“ sei es gewesen, den Dienstleistungsbereich um das Maurer-Gewerk zu erweitern, wo bereits positive Zahlen geschrieben werden.

Luft nach oben gibt es indes bei der Zahl der Mitarbeiter. Es sei gar nicht einfach, gutes Personal zu finden und das alte Lagerhaus-Bild loszuwerden: „Viele denken: Raiffeisen ist Bank, Lagerhaus ist Getreide. Aber so ist es nicht“, verweist Sieber auf die zahlreichen Jobs, die das Lagerhaus zu bieten hat.

So soll nun eine „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“-Aktion anlaufen. „Erzählen Sie, was für ein tolles Unternehmen wir sind“, appellierte der Geschäftsführer. Die Akquirierung von Mitarbeitern werde eines der wichtigsten Themen für die nächsten Jahre.

Zum Abschluss führte Grubauer durch den großen Ehrungsreigen: Mitarbeiter mit Dienstjubiläen und Pensionisten wurden ausgezeichnet (mehr dazu in der nächsten NÖN!), ehe im Festzelt die „Jungen Fetzer“ aufspielten.