Lausch: „ÖVP zeigt tiefschwarzes Gesicht“. FP-Parlamentarier Christian Lausch spricht von Erpressung durch die Bundeskanzler-ÖVP.

Von Sandra Frank. Erstellt am 18. Mai 2019 (21:37)
Parlamentsdirektion/PHOTO SIMONIS
Christian Lausch

Mit den Worten „genug ist genug“ beendete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Koalition mit den Freiheitlichen, nachdem Freitagabend (17. Mai) belastende Videos über Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) veröffentlicht wurden:

Warum, die Stellungnahme von Kanzler Kurz mehrmals verschoben wurde? „Nicht, weil er so lange überlegen musste“, kommentiert FPÖ-Parlamentarier Christian Lausch die lange Wartezeit auf das Kanzler-Statement. „Der Grund dafür ist, dass die ÖVP die Koalition aufrecht erhalten wollte, aber ohne Innenminister Herbert Kickl.“

Ein solcher Stil der Bundeskanzler-Partei sei ebenso verwerflich, wie die Ibiza-Videos, die Strache und FP-Klubobmann Johann Gudenus zum Rücktritt zwangen. „Die ÖVP kann niemals unser Koalitionspartner sein, wenn sie versucht, uns politisch zu erpressen“, meint der Hollabrunner, dass „wir mit Neuwahlen weit besser dran sind“.

Für Lausch ist klar:  „Jetzt zeigt die ÖVP ihr wahres Gesicht. Es ist kein türkises Gesicht, sondern ein finsteres, tiefschwarzes Gesicht.“