Leader-Programm aufrecht: Fördergeld für die Region. 90 Projekte seit 2014, nun folgen zwei Übergangsjahre mit einer Million Euro im Topf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Januar 2021 (03:24)
Das Regionsteam blickt auf eine erfolgreiche Förderperiode bis 2020 und freut sich auf einen nahtlosen Übergang in die nächste mit ausreichend EU-Fördermitteln: Alfred Babinsky, Barbara Sturmlechner, Renate Mihle, Lena Meyer und Johann Gartner.
Leader-Region Weinviertel-M.

„Heutzutage ist es wichtiger denn je, sich wieder mit den Menschen und Produkten unserer unmittelbaren Umgebung zu verbinden“, sagt Johann Gartner, Obmann der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg. Und genau darum kümmert er sich mit seinem Regionsteam – getragen von den 24 Mitgliedsgemeinden. Es gehe darum, die Lebensqualität der Bevölkerung auf hohem Niveau zu halten und kontinuierlich zu verbessern.

Dies gelingt durch die finanzielle und beratende Unterstützung von Projektträgern, die Ideen für eine bessere Zukunft umsetzen wollen. In den vergangenen sieben Jahren – die letzte Förderperiode dauerte von 2014 bis 2020 – wurden 90 Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 5,13 Millionen Euro positiv beschlossen. Davon wurden 3,09 Millionen Euro über das Leader-Programm von EU, Bund und Land in die Region zurückgeholt.

„Auch das Wohlfühlen mit Digitalisierung und die sinnvolle Einbindung selbiger in den Alltag stehen künftig verstärkt im Fokus.“ Johann Gartner, Obmann der Leader-Region

Im besonders herausfordernden Jahr 2020 gab es übrigens für zehn Projekte grünes Licht. „Das bedeutet konkrete Entwicklung in den Bereichen Bildung, Umwelt, Landwirtschaft und Ortskernbelebung“, erklärt Geschäftsführerin Renate Mihle. Als Beispiel nennt sie das Projekt „Guntersdorf Kunst und Kulinarik“: Die Gemeinde Guntersdorf hat im Frühjahr 2020 mit externen Beratern – und unter Einbeziehung der lokalen Wirtschaft, von Bildungseinrichtungen und Kunsttreibenden – begonnen, ein Konzept mit jährlichen Events zu erarbeiten, die das öffentliche Leben mit Schwerpunkten auf Kunst und regionale Produkte in den Vordergrund stellen.

Die Jahre 2021 und 2022 seien nun „Übergangsjahre“. Der Region steht ein Förderbudget von 1,02 Millionen Euro zur Verfügung, sodass laufend neue Projekte eingereicht werden können. Mit der nächsten Förderperiode hat sich die Region Weinviertel-Manhartsberg zum Ziel gesetzt, der Klimakrise noch stärker entgegenzutreten und mehr Projekte mit entsprechendem Schwerpunkt zu fördern. „Auch das Wohlfühlen mit Digitalisierung und die sinnvolle Einbindung selbiger in den Alltag stehen künftig verstärkt im Fokus“, erklärt Obmann Gartner. „Wir freuen uns weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren der Region und ermutigen alle, selbst aktiv zu werden. Denn die Entwicklung der Region liegt an uns allen!“

Alle Zielvorstellungen für die Region werden, sobald die Mitgliedsgemeinden den Beschluss zur Fortsetzung der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg (2023-2030) getroffen haben, in einem gemeinschaftlichen Strategieentwicklungsprozess aufgearbeitet. Diese sogenannte LES („Lokale Entwicklungsstrategie“) bietet dann, basierend auf den Rahmenbedingungen und Bedürfnissen, die Basis und Orientierungshilfe zur sinnvollen Weiterentwicklung der Region.