Neues Abfallwirtschafts-Gebäude: Von 35 m² auf 1.800 m². Neuer Stützpunkt in der Znaimerstraße 59 feierlich eröffnet.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 22. Mai 2019 (02:47)
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Nahezu alles, was im Bezirk Rang und Namen hat, machte dem Abfallverbandseine Aufwartung, darunter die Abgeordneten Christian Lausch,Richard Hogl und Georg Ecker sowie unzählige Vertreter der Gemeinden. Das freute Obmann Karl Weber (l.), der mit Pulkaus Bürgermeister Manfred Marihart, LAK-Geschäftsstellenleiter Franz Dick, Pfarrer Franz Pfeifer und Gründungsobmann Max Kaltenböck anstieß.

In der Znaimerstraße, dort, wo viele Jahre lang das Autohaus Eissner seinen Stützpunkt hatte, wurde am vergangenen Freitag das neue Verwaltungsgebäude des Abfallverbandes Hollabrunn feierlich eröffnet. „Wir haben hier etwas für die Zukunft geschaffen“, verkündete Obmann Karl Weber.

Von den 35 Quadratmeter kleinen Räumlichkeiten in der EVN-Betriebsstelle in der Badhausgasse, die 1992 angemietet wurden, durfte sein Team nun auf ein 7.400 Quadratmeter großes Areal übersiedeln. Dort stehen 1.800 m² Nutzflächen für Verwaltung, Wirtschaftshof, Neben- und Lagerräumen zur Verfügung.

Weber dankten alle, die seit Beginn der 1990er-Jahre an dem Gesamtprojekt beteiligt waren; allen voran Gründungs- und Ehrenobmann Maximilian Kaltenböck, der ihn damals als jungen Bürgermeister früh in den Verband integrierte. „Es wird nicht mehr lange dauern, aber ich hab‘ den Obmann gerne gemacht“, betonte Weber und zeigte sich stolz, dass in all den Jahren sämtliche Vorstandsbeschlüsse einstimmig fielen.

Ab 1993 wurden in damals 19 Verbandsgemeinden die Aufgaben der Abfallwirtschaft übernommen. Die Einhebung der Gebühren bei den Bürgern zählte ebenfalls dazu. Mit der Anstellung einer Abfallberaterin wurde ab 1995 ein weiterer Büroraum geschaffen, mit einer weiteren Buchhaltungskraft war die Ausweitung der Büro- und Lagerflächen erforderlich. Ab 1998 kamen die Getränkesteuer- und Kommunalsteuereinhebung zu den Aufgaben hinzu, seit 2006 wird die Seuchenvorsorgeabgabe für das Land Niederösterreich eingehoben und seit 2013 ist der Gemeindeverband Hollabrunn auch für die Rattenbekämpfung in 22 Gemeinden des Bezirkes zuständig.

1,5 Millionen Euro in die Hand genommen

Mittlerweile sind alle 24 Gemeinden des Bezirks dem Gemeindeverband beigetreten, der auf acht Mitarbeiter – davon fünf Teilzeitkräfte – anwuchs. Zwölf Mitarbeiter sind im Außendienst unterwegs. Die Platznot in der Badhausgasse wurde immer größer und nach langer Suche wurde 2016 das Betriebsgelände der Firma Eissner erworben, die in den Gewerbepark übersiedelte.

Die Planungs-, Bewilligungs- und Ausschreibungsphase dauerte bis Mitte 2018. Im Juli 2018 wurde mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen. Der Verwaltungsbereich konnte bereits im Dezember 2018 bezogen werden, die Fertigstellung des Wirtschaftshofes des Gemeindeverbandes erfolgte in den letzten Wochen.

Die Anlagen werden durch den vorhandenen Anschluss an das Fernwärmenetz beheizt, die teilweise Selbstversorgung mit elektrischer Energie erfolgt durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach.

Die Sanierungs- und die Umbaukosten beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, die durch Rücklagenauflösung und eine Darlehensaufnahme finanziert wurden.