Hollabrunn: ÖVP-Einbußen, Grüne zweitstärkste Kraft. "Da kommt keine Freude auf", meinte ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Hans Gschwindl, nachdem er zuvor aus den anderen Gemeinden vornehmlich erfreuliche Nachrichten erhalten hatte und mit einiger Verspätung schließlich auch das Ergebnis aus der Bezirkshauptstadt da war.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 26. Januar 2020 (19:33)
Rathaus Hollabrunn
NÖN-Archiv

Bürgermeister Alfred Babinsky hält mit seiner ÖVP hier zwar die absolute Mehrheit, muss jedoch den Verlust von drei Mandaten hinnehmen. Die Hollabrunner Volkspartei hält damit künftig bei 20 von 37 Gemeinderatssitzen.  

In einer ersten Reaktion ließ die ÖVP ausrichten: "Der gesellschaftliche Trend zugunsten der Grünen und eine taktische Personalie der Liste Scharinger in Breitenwaida haben ein besseres Ergebnis verhindert. Aber wir sind nach wie vor klar die Bürgermeisterpartei und werden konsequent weiterarbeiten, damit in Hollabrunn was weitergeht."

Als große Wahlgewinner dürfen sich die Grünen rund um Georg Ecker fühlen, die sich verdreifachten, sechs Mandatare in den Gemeinderat schicken können und sensationell die zweitstärkste Kraft in der Bezirkshauptstadt sind - knapp gefolgt von der Liste Scharinger, die mit fünf Mandaten ebenfalls ein beachtliches Ergebnis einfuhr und in der großen Katastralgemeinde Breitenwaida der ÖVP sogar den Rang ablief.

Grüner Jubel
Max Hödl

Noch einmal bergab ging es für die Sozialdemokraten rund um Spitzenkandidat Friedrich Dechant, die nur noch 12,7 Prozent der Wählerstimmen verbuchen konnten, damit ein weiteres Mandat verloren und nun bei fünf Gemeinderatssitzen halten.

Noch schlimmer erwischte es die Freiheitlichen, die nach der Abspaltung der Liste Scharinger nur noch 300 Wählerstimmen erhielten, auf 4,4 Prozent absackten und somit einen einzigen Gemeinderatssitz erhalten. Da heißt es nun Wunden lecken für die Truppe rund um den Nationalratsabgeordneten Christian Lausch und Stadtparteichef Michael Sommer.

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