Pflegeheim-Baustart wohl nicht vor 2020. NÖ Heime-Chef Otto Huber erklärt, warum sich Projekt verzögert und Leiterwechsel in Hollabrunn logisch war.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:48)
NOEN, NÖN
„Planungen dauern länger als gedacht“, sagt Otto Huber.

Nach dem Leiterwechsel im Landespflegeheim Hollabrunn sprach die NÖN auch mit dem Chef der NÖ Heime, Otto Huber. Was den Neubau des Pflegeheims beim Hollabrunner Spital betrifft, rechnet er mit einer Verzögerung des Zeitplans von ein bis zwei Jahren.

Wie berichtet, wurde Markus Mattersberger als Projektleiter für den Generationencampus Korneuburg abberufen. Für die dortige Zusammenlegung von Jugend- und Pflegeheim starten die intensiven Planungsarbeiten in den nächsten Wochen.

Planungsarbeiten seien noch mit Spital abstimmen

„Diese Aufgabe lässt sich leichter mit seiner Funktion als Präsident des Bundesverbands der Alten- und Pflegeheime Österreichs und als Vizepräsident des Europäischen Dachverbands verbinden“, ist Huber überzeugt. „Hier kann Herr Mattersberger seine nationalen und internationalen Kontakte in die innovative Weiterentwicklung hervorragend einbringen.“

Für das Hollabrunner Pflegeheim bedeute das keine große Veränderung, da Mattersberger aufgrund seiner Funktionen ohnehin oft nicht vor Ort war und Stellvertreter Karl Reiser „de facto bisher schon die Leitung innehatte und diese Aufgabe gut wahrgenommen hat“, so Huber. Die Leiterstelle, die Reiser nun provisorisch erfüllt, soll im ersten Halbjahr 2017 ausgeschrieben werden.

Und der Neubau des Pflegeheims in Hollabrunn? „Wir haben jetzt den Grund vis-à-vis der Landesklinik von der Gemeinde fix erworben, sodass wir mit der internen Planung für den Neubau der Wohngruppen für die Langzeitpflege beginnen können“, erklärt der Heimchef. Diese Planungsarbeiten seien auch noch mit dem Krankenhaus abzustimmen.

Der neue Standort beim Klinikum sei ja auch deshalb gewählt worden, weil sich der zukünftige Versorgungsauftrag vor allem in der Übergangspflege und der psychosozialen Betreuung aus der Heimperspektive verändern werde. „Eine intensivere Kooperation als bisher mit dem Landesklinikum ist sinnvoll“, betont Huber.

Positive Erfahrungen, die man etwa beim Neubau des Pflegeheims Baden im Jahr 2014 direkt neben der Landesklinik sammeln konnte, sollen nun eingebracht werden. „Daher nehmen diese Planungsarbeiten längere Zeit in Anspruch als ursprünglich angenommen.“

Anvisiert war ein Baubeginn 2018 mit Vollendung 2020.