Planpräsentation: Wer die Wahl hat, wählt Parkplätze

Wie sollen Znaimerstraße und Lothringerplatz nächstes Jahr aussehen? Hollabrunner vergaben grüne und rote Punkte.

Christian Pfeiffer Erstellt am 22. September 2021 | 05:45
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Projektleiter Martin Becker (2.v.l.) im unermüdlichen und argumentativen Gespräch mit Anrainern und Interessierten.
Foto: Pfeiffer

Die Stadt Hollabrunn lud am Montag zwischen 16 und 20 Uhr ins Südfoyer des Stadtsaals zur „Fleißaufgabe“, wie es Bürgermeister Alfred Babinsky in der NÖN letzte Woche nannte, zur Präsentation der Entwürfe zur Umgestaltung der Znaimerstraße und des Lothringerplatzes im kommenden Jahr.

Der Präsentator, das in Amstetten und Krems ansässige Planungsbüro Schneider Consult, in Gestalt von Geschäftsführer Klaus Grulich und Projektleiter Martin Becker, erklärte den Anrainern und Interessierten die unterschiedlichen Planungsvarianten. Bereits am Beginn dieser Präsentationsausstellung herrschte, sehr zur Freude von Andreas Leeb von der Gemeinde, reger Andrang. Die Stadt gab eine klare Linie vor: Anrainer bevorzugt.

So wurden selbige beim Besuch der insgesamt zehn Varianten für die Znaimerstraße und zwei Kreisverkehrsmöglichkeiten – einmal im Durchmesser von 18 Metern und in der größeren Version mit 26 Metern – mit zwei grünen Punkten ausgestattet, die sie den jeweiligen Schwerpunkten in der Neugestaltung zuordnen sollten. Interessierte erhielten rote Klebepunkte.

Schon früh zeichnete sich eine Präferenz der Bürger ab: Parkplätze. Eine überwältigende Mehrheit sprach sich mit ihren Punkten für Stellplätze am Lothringerplatz aus. Schanigärten oder eine Entsiegelung des Platzes interessierte, analog der vergebenen Punkte, nur Nicht-Anrainer.

Im Dezember wird noch einmal diskutiert

Die Bewohner der Znaimerstraße und des Lothringerplatzes erhalten in diesem Verfahren eine besondere Aufmerksamkeit durch die Stadt. Mit der aktuellen Präsentation endet die erste Phase der Konzeption.

Nun tritt das Projekt, unter Berücksichtigung der am Montag geäußerten Wünsche in die Planungsphase ein, deren Ergebnis – ebenfalls öffentlich, vorbehaltlich kommender Corona-Maßnahmen – im Dezember dieses Jahres wieder zur Diskussion steht. Auch dann soll es noch Gestaltungsspielraum im Detail geben. Danach wird das konkrete Projekt beauftragt, das den Anrainern im März 2022 noch einmal vorgelegt werden soll, bevor im April die Bauarbeiten beginnen sollen.

Im Idealfall wird die Znaimerstraße bis Ende August kommenden Jahres in neuem Glanz erstrahlen. Im Juli und August soll auch der Lothringerplatz in Angriff genommen werden. Ziel ist der Schulbeginn im September. Dann, so der Plan, hat sich Hollabrunn an einer zentralen Stelle weiterentwickelt. Voraussichtlich als Parkplatz.