„Polit-Match“ rund um Aufträge für Sporthalle. Vizebürgermeister Schneider (ÖVP) will Halle in Hollabrunn sanieren. Stadtrat Scharinger (LS) will bei Dach und Sanitäranlagen ansetzen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 01. April 2021 (04:52)
Die Hollabrunner Sporthalle soll einen neuen Boden und eine neue Tribüne bekommen. Die Ausschreibungen laufen.
UHC Hollabrunn, UHC Hollabrunn

Als es im Gemeinderat um die Vergabe verschiedener Aufträge ging, sollte auch eine Summe für einen neuen Boden und eine neue Tribüne in der Sporthalle beschlossen werden. Allerdings gebe es noch keine Angebote, da die Ausschreibung erst im Laufen ist. Das ärgerte vor allem Stadtrat Wolfgang Scharinger.

„Das ist nicht diskutiert worden, ich weiß von nix!“ Immerhin gehe es hier um geschätzte Kosten von 630.000 Euro. Darum stellte er den Antrag, dass der Tagesordnungspunkt in den Ausschuss verwiesen werden soll. „Wenn wir in der Sitzung etwas vorschlagen, wird es auch immer in den Ausschuss verwiesen“, erinnerte der Bürgerliste-Stadtrat.

Außerdem gebe es in der Sporthalle wichtigere Anliegen: „Es regnet rein! Wir müssen zuerst das Dach reparieren, sonst wird der Boden wieder hin“, gab Scharinger zu bedenken. Außerdem: „So schlecht kann der Boden nicht sein, der UHC ist darauf Meister geworden.“ Neben dem Dach hat Scharinger ein weiteres Anliegen: „Die Sanitäranlagen. Weißt, wie die ausschauen … die sind schon 40 Jahre alt“, wandte er sich an den zuständigen ÖVP-Vizebürgermeister Kornelius Schneider.

„Der UHC ist noch nicht Meister“, korrigierte dieser. Beim Boden sei Gefahr in Verzug, weil in der Sporthalle aufgrund des schlechten Zustandes des Untergrunds kein Turnunterricht mehr stattfinden könne. Schneider gab Scharinger aber recht: Auch beim Dach bestehe Handlungsbedarf. Jedoch: „Da befinden wir uns im mittleren Millionenbereich.“

Scharingers Antrag, die Angelegenheit im Ausschuss zu besprechen, wurde mit den Stimmen der ÖVP abgelehnt.