Hollabrunn

Erstellt am 30. Oktober 2017, 09:32

von NÖN Redaktion

Publikumspreis für HTL-„Hirnprojekt“. Stefan Erben und Andreas Mattes aus der HTL Hollabrunn, Absolventen der Abteilung Elektronik und Technische Informatik, haben mit ihrem Projekt „Gehirnscananalyse mittels Bildverarbeitung" das Publikumsvoting des TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreises 2017 in der Kategorie "Abschlussarbeiten an HTLs" gewonnen.

Dr. Thomas Rötzer, Stefan Erben, Andreas Mattes und der Betreuer Mag. Dipl.-Ing. Michael Wihsböck  |  HTL Hollabrunn

Die Verleihung fand im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien statt. Thomas Rötzer von der Medizinischen Universität Wien und Michael Wihsböck von der HTL Hollabrunn betreuten die Diplomanden.

Insgesamt 54 Projekte stellten sich der Jurybewertung. Es war eine beeindruckende Leistungsschau von jungen Forschern, Entwicklern und Unternehmern in den Bereichen Sicherheit, Technik, Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit. Aus dem Kreis der für den Wissenschaftspreis nominierten Projekte wurden drei Publikumssieger ermittelt.

Wertvolle Informationen für Kampf gegen Gehirntumor

In dem Hollabrunner Erfolgsprojekt ging es darum, für die Medizinische Universität eine Software zu entwickeln, die durch Bildverarbeitung digitalisierte Gewebeproben beurteilt und dabei Eigenschaften und Besonderheiten automatisch analysiert und kategorisiert. Zu den auszuwertenden Eigenschaften zählen Anzahl, Größe, Dichte und Form der Zellkerne sowie deren Verteilung im Schnittbild.

Die dadurch erlangten Informationen sollen bei der weiteren Erforschung des Glioblastoms - eines noch nicht heilbaren Gehirntumors - helfen sowie den Ärzten neue Anhaltspunkte für die Wirksamkeit der verschiedenen Behandlungsmethoden geben.

Zum Preis:

Der TÜV AUSTRIA prämierte zum sechsten Mal außergewöhnliche technisch-naturwissenschaftliche Arbeiten von Universitäts- und Fachhochschulabsolventen, HTL-Maturanten sowie technisch-innovative Beispiele aus der Unternehmerpraxis. So soll das Bewusstsein für die hohe Qualität des heimischen Ingenieurwesens und für den Forschungs- und Innovationsgeist gestärkt werden, dem Ingenieurnachwuchs eine Bühne geboten und dessen Leistungen effizient kommuniziert werden.

In der Kategorie „HTL-Abschlussarbeiten“ ging der Siegerpreis der Jury übrigens an Anna Bruckmaier, Daniel Brunner und Simon Huber von der HTL Braunau. Das Team entwickelte im Rahmen der Diplomarbeit einen intelligenten Straßenleitpflock, der ein Plus in der Straßensicherheit bringt.