Volksschüler durften nicht mehr in den Schulbus.

Von Sandra Frank. Erstellt am 06. September 2017 (11:37)
Weil der Bus am Mittwochmorgen schon voll besetzt war, durften die Kinder in der Emmy Stradalstraße nicht mehr mitfahren. Die Eltern mussten einspringen. Symbolfoto: NÖN
Symbolfoto: NÖN

„Es waren sicher 20 Kinder, die heute nicht zur Schule gebracht worden sind!“, ärgerte sich Bernhard Wagner am Mittwochmorgen in Hollabrunn. Der Bus sei bereits voll gewesen, als er in die Haltestelle in der Emmy Stradalstraße einfuhr. „Der Busfahrer hat zu den Kindern gesagt, sie sollen auf den nächsten Bus warten. Der fährt aber erst um 10!“

BusfahrtplanStadtbusHollabrunnEmmyStradal.stt.pdf (pdf)

Also mussten die Eltern einspringen und ihre Kinder in die Schule bringen. „Meine Tochter ist sechs Jahre alt und hat sich so gefreut, dass sie endlich mit dem Bus in die Schule fahren darf. Diese Freude ist jetzt weg.“

Als sich der aufgebrachte Vater beim Verkehrsverbund meldete, sei ihm geraten worden, dass die Kinder einen früheren Bus nehmen sollen, weil der vermutlich leer sei, „sicher wissen sie das aber auch nicht“. Ein weiterer Bus, der um 7.30 Uhr Richtung Hollabrunner Volksschulen fährt, sei aus Kostengründen nicht möglich.

BusfahrplanHollabrunnRaschala828EmmyStradal.pdf (pdf)

VOR-Sprecher Georg Huemer bestätigt auf NÖN-Nachfrage, dass der Bus, der um 7.30 Uhr die Emmy Stradalstraße anfährt, „recht gut besetzt“ ist.  Darum könne es passieren, dass die Hollabrunner Schüler hier keinen Platz mehr finden. „Meine Empfehlung ist, den Stadtbus zu nehmen, der zwar zwölf Minuten früher fährt, aber einen komfortablen und stressfreien Schulweg gewährleistet.“

Huemer weist auch darauf hin, dass Fahrgäste das Routingangebot auf routenplaner.vor.at oder über die kostenlose VOR-App einsehen können.