Sorge um Parkplätze im Stadtzentrum. Betroffene sammelten über 400 Unterschriften gegen Grundstücksverkauf an der Ecke Badhausgasse/Schmiedgasse.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 06. September 2017 (04:15)
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Die Situation mit der als Parkplatz genutzten Fläche an der Ecke Schmiedgasse/Badhausgasse. Die Häuser links und rechts davon sind in Privatbesitz.

Wird die Parkplatznot im Hollabrunner Zentrum noch größer? Das fürchten jedenfalls Anrainer, Unternehmer und deren Kunden, denen zu Ohren gekommen ist, dass das derzeit als Parkplatz genutzte Grundstück an der Ecke Badhausgasse/Schmiedgasse von der Stadtgemeinde an einen Bauwerber verkauft werden könnte.

Zwölf Firmenautos: Situation schon jetzt prekär

Bis zu 15 Fahrzeuge werden regelmäßig auf dem besagten Areal abgestellt. Ohne diese Stellplätze würde ein Chaos drohen, meint Gertraud Piglmaier von der benachbarten Elektrofirma in der Badhausgasse, die 22 Mitarbeiter – darunter neun Lehrlinge – beschäftigt.

Schon jetzt sei die Parkplatzsituation mit den zwölf Firmenautos prekär. In der Früh kommt man sich beim Beladen mit den Schulbussen in die Quere. Im Sommer verparken die Freibad-Gäste die Badhausgasse. Kinderarzt, Apotheke und Fußpflege sorgen ebenfalls für reges Verkehrsaufkommen. Trafikant Stefan Rosenauer hat genauso täglich Probleme, einen Parkplatz zu finden.

„Auf mich ist in dieser Sache noch keiner zugekommen“

So wurden von den Betroffenen nun bereits mehr als 400 Unterschriften gesammelt, mit denen man sich nicht nur gegen den Verkauf des Grundstücks ausspricht, sondern auch einen Antrag zur Umwidmung auf eine öffentliche Verkehrsfläche stellen will, um die Parkplatzsituation zu verbessern. Am Dienstag war dafür ein Termin im Rathaus vereinbar.

„Die Verfügbarkeit von Stellplätzen stellt eine wichtige Komponente für das Funktionieren des Stadtzentrums dar und muss daher berücksichtigt werden“, meint Verkehrsausschussobmann Peter Tauschitz in einer Aussendung der SPÖ.

„Auf mich ist in dieser Sache noch keiner zugekommen“, sagte VP-Vizebürgermeister Alfred Babinsky im NÖN-Gespräch am Montag. Er sei aber sicher, dass man eine Lösung im Sinne der Betroffenen finden wird. Es handle sich jedenfalls um hochwertiges, seit Jahren brachliegendes Bauland im Gemeindebesitz, das man in irgendeiner Form einer Bewirtschaftung zuführen sollte.

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