Stadtrat verwundert über „Schildbürgerstreich“. Auf einem Schild wurde in der Neugasse das Fehlen eines Schildes geschildert.

Erstellt am 01. Februar 2017 (04:49)
NOEN, Foto: privat
Symbolbild.

„Man kann sich das Schmunzeln beim besten Willen nicht verkneifen“, meinte Stadtrat Wolfgang Scharinger nach einem Spaziergang durch die Neugasse.

Dort ist parallel zum Gehsteig am Fahrbahnrand eine gelbe Bodenmarkierung zu erkennen, die „Parkverbot“ bedeutet, wie Scharinger schildert. Geeinigt habe man sich auf diese Form der Kennzeichnung ausdrücklich deshalb, um nicht zu viele Verkehrszeichen aufstellen zu müssen und den oft kritisierten „Schilderwald“ einzudämmen.

„Wie aus dem Märchenbuch“

„In Hollabrunn stellt man hier tatsächlich ein Schild auf, das erklären soll, warum hier kein Schild steht“, lacht Scharinger, „ein Schildbürgerstreich wie aus dem Märchenbuch.“

Auf NÖN-Nachfrage klärt Stadtwerke-Chef Thomas Bauer auf, dass die Angelegenheit sehr wohl einen ernsten Hintergrund hatte. Es sei richtig, dass dort über rund fünf Autolängen gelbe Linien gezogen wurden, die besagen, dass das Halten und Parken verboten ist. „Leider kam es immer wieder vor, dass sich trotzdem jemand dorthin geparkt hat und es entsprechende Strafzettel gab.“

Um diesem Umstand entgegenzuwirken, wurde zur Information ein A-Ständer mit den entsprechenden Informationen aufgestellt. Da die Schrift darauf nun ohnehin nicht mehr lesbar ist, wird der A-Ständer wieder entfernt. „Und wir hoffen, dass die Message jetzt angekommen ist“, so Bauer.